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Strategiewechsel
Adler eröffnet edle Lounge-Cafés in seinen Läden

Nach der Insolvenz im letzten Jahr und der Übernahme durch die Zeitfracht Unternehmensgruppe feilt Adler weiter an seiner Zukunft. Demnächst sollen in allen 140 Adler-Filialen Cafés eröffnet werden.

Text: W&V Redaktion

4. Januar 2022

Adler eröffnet Lounge-Cafés in allen Filialen.
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Das Jahr 2021 war turbulent für die Adler Modemärkte. Vor nahezu exakt einem Jahr stellte das Unternehmen in Folge erheblicher Umsatzeinbuße durch die Corona-Pandemie Insolvenzantrag, im September folgte dann die Übernahme durch die Berliner Unternehmensgruppe Zeitfracht, die in den Bereichen Transport und Logistik aktiv ist. Etwa 30 Adler-Filialen wurden anschließend geschlossen, die verbleibenden etwa 140 Modemärkte über eine Kooperation mit DPD-Paketshops bereichert. Und nun wird Adler einem Bericht von TextilWirtschaft zufolge in allen Adler-Filialen Cafés integrieren. 

Laut Textilwirtschaft ist bislang nicht bekannt, ob Adler die Cafés selbst bewirtschaften möchte oder die Kette beabsichtigt, einen Dienstleister an Bord zu holen. Auch die Größe der Cafés bleibt bislang noch ein Geheimnis.

Bisher gab es an einigen Standorten Restaurants, aber auch hier sollen neue Cafés entstehen. Ein Modell gibt es bereits - in Schwäbisch Hall. Der Modefilialist will so nicht nur die Aufenthaltsdauer seiner Kund:innen erhöhen, sondern auch eine ganz besondere Klientel ansprechen - Busreisende. 

Sicher ist allerdings, dass sich Adler aus der Insolvenz und unter dem Dach von Zeitfracht in kürzester Zeit überraschend gut entwickelt hat. In einem Welt-Interview sprach Zeitfracht-Chef Simon-Schröter davon, Adler sei vor allem auch dank des Online-Geschäfts inzwischen "nachhaltig profitabel". Im Rahmen der Sanierung gingen etwa 500 Arbeitsplätze verloren während 2600 erhalten geblieben sind.          


Autor: Stefan Schasche

In über 20 Jahren als Redakteur hat Stefan Schasche für diverse Zeitschriften über alles geschrieben, was Mikrochips oder Li-Ion-Akkus unter der Haube hat. Vor seiner Zeit bei der W&V schrieb er für das Schwestermagazin Kontakter über Kampagnen, Programmatic Advertising und internationale Werbethemen. 

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