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Handel
Amazon schließt Großteil seiner Läden

Radikales Ende der bisherigen Bricks-and-Mortar-Strategie bei Amazon: Der Handelsriese trennt sich vom stationären Buchgeschäft und seinen 4-Sterne-Läden und konzentriert sich auf andere Geschäftsbereiche.

Text: W&V Redaktion

3. März 2022

Auch Amazon-4-Star-Läden wird es in Zukunft nicht mehr geben.
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Amazon zieht sich ein Stück weit aus dem stationären Handel zurück. In den USA macht der Händler alle seine Buchläden zu sowie die 4-Sterne-Läden und Pop-up-Stores. Insgesamt umfasst die Schließung 68 Läden: 66 in den USA und zwei in Großbritannien.

Wie viele Beschäftige von dem Schritt betroffen sein werden, gibt Amazon nicht bekannt. Laut Reuters will der Händler Mitarbeitenden unter anderem helfen, eine neue Anstellung in anderen Amazon Läden, etwa Amazon Fresh, zu finden.

Damit ändert Amazon seine Retail-Strategie und wird sich in Zukunft verstärkt auf den Lebensmittelhandel konzentrieren. Mit Amazon Fresh, WholeFoods Market und Amazon Go ist der Konzern hier schon sehr aktiv. Der physische Handel machte zuletzt bei Amazon nur rund drei Prozent des Umsatzes aus, getrieben vor allem vom Lebensmittelhandel.

Auch auf den Modebereich mit Amazon Style will sich der Händler weiter konzentrieren. Ein erster Laden soll 2020 in Kalifornien seine Pforten öffnen.

Den ersten Bücherladen eröffnete Amazon 2015 in Seattle. Seitdem hat das Unternehmen verschiedene Handels-Konzepte ausprobiert. In den 4-Sterne-Läden hat Amazon Bestseller aus verschiedenen Kategorien verkauft, von Spielzeug bis Haushaltswaren und Elektronikartikeln.


Autor: Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.

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