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TechTäglich
Apple-Überraschung: Kehrtwende beim iPhone

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Apples neuer iPhone-Strategie und mit der ersten Uhr von Leica.

Text: W&V Redaktion

16. März 2022

Tim Cook und das iPhone SE 3. Der darin eingebaute Chip bleibt auch 2022 aktuell.
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Apple-Überraschung: Kehrtwende beim iPhone

Nach der Präsentation ist vor der Präsentation. Erst letzten Dienstag hat Apple Neuheiten wie iPhone SE 3, iPad Air 5, Mac Studio und Studio Display vorgestellt (W&V-Analyse). Gestern Abend ist nun iOS 15.4 erschienen, mit jeder Menge Neuerungen. Corona-Impfnachweise lassen sich jetzt in die digitale Börse "Wallet" importieren. Die Gesichtserkennung Face ID funktioniert erstmals auch mit Maske. Es gibt neue Emojis wie den vieldiskutierten schwangeren Mann – und viele weitere Updates. Auch das im Herbst erwartete iPhone 14 rückt jetzt in den Blickpunkt. Hier plant Apple laut Star-Analyst Ming-Chi Kuo eine grundlegende Änderung seiner Strategie: Den noch stärkeren, neuen A16-Bionic-Prozessor sollen demnach nur noch iPhone 14 Pro und Pro Max bekommen. Das Standardmodell des iPhone 14 würde dagegen beim aktuellen A15 bleiben, wie er im iPhone 13 und auch im neuen Günstiger-iPhone SE 3 steckt.

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Der bisherige Chip sorgt für günstigere Preise

Bisher hat Apple grundsätzlich immer alle iPhones des neuen Jahrgangs mit der nächsten Prozessorgeneration ausgestattet. Über die Gründe wird nun spekuliert. Der Schritt könnte damit zusammenhängen, dass der A15 der Android-Konkurrenz auch Ende 2022 noch deutlich voraus sein dürfte. Noch mehr Leistung wäre allenfalls für die aufwändigeren Kamerasysteme der Pro-iPhones relevant. Außerdem könnte Apple so möglichen Engpässen bei der Chip-Produktion des A16 aus dem Weg gehen. Und die Preise für das iPhone 14 ließen sich so stabil halten.

Aus fürs Mini-iPhone

Das US-Magazin iMore applaudiert jedenfalls schon vorab: "Das ist ein Schritt, vor dem Apple nicht zurückschrecken sollte – egal, wie sehr sich die Chip-Junkies aufregen." Denn: "Kein Mensch benutzt doch heute sein iPhone 13 und wünscht sich, dass es noch schneller wäre. Wenn die Kunden auch ohne neuen Chip alles bekommen, was sie sich in ihrem neuen iPhone wünschen – warum denn nicht?" Wichtig wäre nur, dass Apple das normale iPhone 14 trotz älterem Chip genauso lang mit neuen iOS-Versionen versorgt wie die Pro-iPhones mit A16-Prozessor. Ein iPhone 14 mini mit 5,4-Zoll-Bildschirm wird es im Übrigen wohl nicht mehr geben. Stattdessen kommen sowohl die Standardmodelle als auch die Pro-iPhones jeweils mit 6,1 Zoll und 6,7 Zoll.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 15. März 2022:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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