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TechTäglich
Apple: Das kostet das neue MacBook Pro

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Apples neuem MacBook Pro und mit dem Weltraum-Flop von Jeff Bezos.

Text: W&V Redaktion

25. August 2021

Sehr zu begrüßen: Voraussichtlich im Oktober kommt das neue MacBook Pro.
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Apple: Das kostet das neue MacBook Pro

Mit den Vorab-Infos zum iPhone 13 sind die Apple-Leaker so gut wie durch. Die für 14. September erwartete Vorstellung dürfte kaum noch Überraschungen bringen. Nun konzentrieren sich die Gerüchtsvollzieher auf die viel spannendere Apple-Neuheit im Herbst 2021, auf das rundum renovierte MacBook Pro, das voraussichtlich bei einer weiteren Präsentation im Oktober Premiere feiert. Nachdem bereits seit Ende letzten Jahres die 13-Zoll-Variante mit M1-Chip zu haben ist, stehen nun die "echten" Profi-Laptops in 14 und 16 Zoll ins Haus. Sie bringen erstmals seit Jahren ein komplett neues Design, den noch schnelleren M1X- bzw. M2-Chip, Mini-LED-Display – und das Comeback des beliebten magnetischen Ladeanschlusses MagSafe sowie endlich wieder Buchsen für HDMI und SD-Karten. Der meist treffsichere Leaker @dylandkt hat nun spannende Details ausgeplaudert.

Demnach bieten die beiden Rechner mit 14 und 16 Zoll exakt die gleiche Leistung und die gleiche Technik – und unterscheiden sich weitgehend nur in der Größe. Für Apple-Kunden, die maximales Tempo im etwas handlicheren 14-Zoll-Format wollen, sind das gute Nachrichten. Es wird allerdings teuer, wie @dylandkt warnt: "Ihr müsst mit einem spürbaren Mehrpreis für das 14-Zoll-Modell gegenüber den bisherigen 13 Zoll rechnen." Wie iMore analysiert, bleibt das aktuelle 13-Zoll-Modell (ab 1.449 Euro) wohl als Einstiegsvariante im Angebot. Die 16 Zoll sind, noch mit Intel-Prozessoren, derzeit ab 2.699 Euro zu haben. Daran dürfte sich auch das künftige 16-Zoll-Flaggschiff mit M1X/M2-Chip orientieren. Weil der 14-Zöller technisch praktisch identisch ist, rechnet iMore vor, dass sich der Preis bei Apples aktuellen Euro-Umrechnungskursen eher Richtung 2.000 Euro bewegt. 1.949 Euro oder gar bis zu 2.099 Euro sind realistisch. MacBook-Pro-Interessenten sollten also langsam anfangen, zu sparen.

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Microsoft Flugsimulator: Deutschland jetzt schöner

Ein schöner Land – das gibt es nicht nur im viel diskutierten neuen Wahl-Werbespot der Grünen (Analyse hier), sondern auch bei Microsoft. Der US-Konzern bringt am 7. September eine große Aktualisierung für seinen "Flight Simulator", die besonders für deutschsprachige Hobbypiloten hochinteressant ist. Denn beim kostenlosen "World Update 6" stehen Deutschland, Österreich und die Schweiz im Mittelpunkt. Entwickler Asobo aus Frankreich hat die drei Länder mit enormem Aufwand neu digitalisiert, mit hochauflösenden Luftbildern, mit neuen Geländekarten und mit 3D-Städten, darunter Frankfurt, Wuppertal, Wien, Graz und Basel. Neu sind auch mehrere detailgetreu nachgebildete Flughäfen wie Lübeck, Stuttgart, Klagenfurt und St. Gallen – und rund 100 Attraktionen von der Elbphilharmonie in Hamburg bis zum Wiener Stephansdom. Das virtuelle Fliegen über "diese wunderschöne Region unseres Planeten", so Microsoft, soll damit so faszinierend werden wie nie zuvor.

Deutschland, Österreich und die Schweiz ließen sich zwar auch schon bisher im Microsoft-Simulator überfliegen. Doch seit dem Start des Spiels 2020 wurden die Daten meist nur automatisch aus dem Kartendienst Bing berechnet, was zu vielen Ungenauigkeiten führte. Für wirklich detailgetreue Bilder, beispielsweise der bisher wenig beeindruckenden Alpen, ist jede Menge Handarbeit nötig. Wie Entwicklungschef Jörg Neumann im Spiegel verrät, ist ein Mitarbeiter allein mit dem Finetuning einer 3D-Stadt rund einen Monat lang beschäftigt. Neu in den Updates der nächsten Wochen sind auch Flug- und Landewettwerbe unter anderem auf Helgoland sowie alte und neue Flugvehikel. Sie reichen von der Junkers JU 52 ("Tante Ju") aus dem Jahr 1932 bis zum Flugtaxi VoloCity von Hersteller Volocopter aus Bruchsal.

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Airbnb bringt 20.000 afghanische Flüchtlinge unter

Mindestens 50.000 Menschen sind seit der Machtübername der Taliban in Afghanistan auf der Flucht. Sie suchen Schutz, Hilfe – und zumindest eine vorübergehende Bleibe. Hier will nun Airbnb helfen. Unternehmenschef Brian Chesky kündigte in mehreren Tweets an, dass der Reiseanbieter Unterkünfte zur Verfügung stellt. Er schreibt: "Ab heute wird Airbnb weltweit 20.000 afghanische Flüchtlinge kostenlos unterbringen." Und weiter: "Die Vertreibung und Neuansiedlung von afghanischen Flüchtlingen in den USA und anderswo ist eine der größten humanitären Krisen unserer Zeit. Wir sehen uns in der Verantwortung, etwas zu unternehmen."

Die Kosten für die Unterbringung trägt laut Gizmodo zum Teil Airbnb selbst. Der Rest soll durch Spenden aufgebracht werden – und durch die Bereitschaft der Vermieter, Wohnungen und Häuser günstiger oder gratis zur Verfügung zu stellen. Cheskys Appell: "Wenn Sie bereit sind, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen, wenden Sie sich an mich. Ich werde Sie mit den richtigen Leuten in Verbindung bringen, damit das klappt." Airbnb ermöglicht bereits seit 2012, dass Menschen in Krisensituationen wie Naturkatastrophen oder Kriegshandlungen kostenlos Unterschlupf finden. Rund 75.000 Betroffene haben davon schon Gebrauch gemacht. Eine so große Aktion wie jetzt für die Afghanistan-Flüchtlinge gab es aber noch nie. Die ersten 165 aus Kabul Entkommenen wohnen in den USA bereits in Airbnb-Unterkünften.

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Weltraum-Flop: Jeff Bezos laufen die Mitarbeiter weg

Am 20. Juli sah die Welt für Amazon-Gründer Jeff Bezos noch himmelblau aus. An diesem Tag unternahm der reichste Mensch der Welt an Bord der Rakete "New Shepard" seines Raumfahrt-Unternehmens Blue Origin eine Spritztour an die Grenze des Weltalls und ließ sich als "Astronaut" feiern. Mittlerweile hat sich der Himmel für Bezos aber deutlich eingetrübt. Denn wie CNBC und der Standard berichten, laufen "Mr. Amazon" die Führungskräfte bei Blue Origin wegen Misserfolgen, überbordender Bürokratie und schlechten Arbeitsbedingungen scharenweise davon. Es gibt demnach massive interne Auseinandersetzungen. Und im Duell mit Elon Musks Weltraum-Konkurrenz SpaceX gerät Blue Origin immer weiter in Rückstand. Erst kürzlich hatte die NASA den 2,5 Milliarden Euro schweren Auftrag für eine neue Mond-Landefähre an SpaceX vergeben, wogegen Bezos jetzt klagt.

Mindestens 17 Führungskräfte und leitende Ingenieure haben sich laut der jüngsten Berichte in den letzten Wochen von Blue Origin verabschiedet. Einige von ihnen wehren sich jetzt auf Reddit unter dem Titel "So sind wir nicht" öffentlich gegen Verunglimpfungen der Konkurrenz durch Blue Origin und gegen die Bezos-Selbstdarstellung als erfolgreiches Raumfahrtunternehmen. In der Stellungnahme schreibt einer der Ingenieure: "Ich persönlich glaube, dass die große Mehrheit der Mitarbeiter des Unternehmens NICHT mit den Infografiken und anderen PR-Maßnahmen einverstanden ist, die von der Unternehmensleitung vorangetrieben wurden." Während sich Blue Origin selbst als Schlüsselspieler bei der weiteren Eroberung des Weltalls inszeniert, hat es das Bezos-Unternehmen in Wahrheit noch nie in eine Erdumlaufbahn geschafft. Und keines der bisher gestarteten Vehikel ist in der Lage, sich länger als eine Minute an der untersten Grenze des Alls aufzuhalten.

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Sony: Das steckt hinter der "neuen" PlayStation 5

Obwohl noch längst nicht alle Interessenten eine PlayStation 5 aufgetrieben haben, bringt Sony bereits eine "neue" PS5. Ab sofort ist eine überarbeitete Variante mit der Modellnummer CFI-1102A im Handel, die Sony ohne großes Aufsehen weltweit veröffentlicht hat. Von außen ersichtlich ist nur eine kleine Neuerung: Der umkonstruierte Standfuß lässt sich jetzt auch ohne Schraubenzieher befestigen. Viel wichtiger sind offenbar die Änderungen im Inneren. Denn im Vergleich zum Ur-Modell ist die PS5 ohne physisches Bluray-Laufwerk jetzt rund 300 Gramm leichter, sie hat von 3,9 auf 3,6 Kilo abgespeckt.

Was Sony an der Technik geändert hat, ist bisher nicht bekannt. Hier bleibt abzuwarten, was Experten beim Sezieren der Konsole im Inneren finden. Eine so deutliche Einsparung dürfte aber tatsächlich "gewichtige" Gründe haben. Zuletzt hatte Sony bekanntgegeben, dass es mit jedem Exemplar einer PS5 nunmehr kein Geld mehr verliert, so wie es bei Konsolen-Neustarts allgemein üblich ist. Möglicherweise verwenden die Japaner nun günstigere Komponenten, die die Produktionskosten reduzieren. Die Spiele-Website Kotaku hofft, dass Sony damit auch Fehler behebt – allen voran das häufige Verschwinden des WLAN-Signals, über das sich PS5-Besitzer nunmehr seit Monaten beschweren. Auch ein etwas leiserer Betrieb der wegen der notwendigen Kühlung oft krawalligen Konsole steht auf der Wunschliste.

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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