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Neuer Name, neue Struktur
Der VDZ wird ab sofort zum MVFP

Der Reformprozess ist durch: Die Zeitschriftenverleger sind ab sofort im Medienverband der freien Presse, kurz MVFP, organisiert. Neben dem neuen Namen gibt es unter anderem auch eine neue Struktur.

Text: W&V Redaktion

10. März 2022

Rudolf Thiemann ist auch weiterhin Präsident der Zeitschriftenverleger.
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Während es beim Zeitungsverlegerverband BDZV derzeit etwas im Getriebe knirscht, haben die Zeitschriftenverleger die Reform ihres Verbandes jetzt einstimmig abgeschlossen: Der VDZ, der die Interessen von über 400 Verlagen mit mehr als 7000 Zeitschriften- und Medienangeboten vertritt, wird nach einem grundlegenden Reformprozess zum "Medienverband der freien Presse", kurz MVFP.

Nach der erstmaligen Tagung der aus 42 Vertreterinnen und Vertretern deutscher Verlage bestehende Delegiertenversammlung des neuen Verbandes wurde ein umfassendes Bekenntnis zur Bedeutung der freien Presse für die Stabilität einer demokratischen Gesellschaft verabschiedet.

Insbesondere angesichts der enormen Herausforderungen für die freie Presse in Europa und des russischen Angriffskriegs auf die junge Demokratie in der Ukraine, begleitet vom manipulativen Vorgehen der russischen Staatspropaganda, sei es das Selbstverständnis der im Medienverband vereinten Verlage, ihren Beitrag zur "Freiheit der Meinungen und Vielfalt der Lebensentwürfe in unserer pluralistischen Demokratie“ zu leisten", so die Delegierten.

Fünf Landesvertretungen

Die Delegiertenversammlung markiert den Abschluss der Reform der verbandlichen Organisation der Zeitschriftenverleger. Vorausgegangen war das jeweils einstimmige Mitgliedervotum in vier VDZ-Landesverbänden und den drei im VDZ organisierten Fachverbänden für einen gemeinsamen Bundesverband.

Um die interne Willensbildung demokratisch zu organisieren und die Interessen aller Mitglieder bestmöglich vertreten zu können, hat der neue Verband fünf Landesvertretungen für die Regionen Bayern, Berlin-Brandenburg, Nord, Nordrhein-Westfalen und Südwesten; die spezifischen Interessen der Gattungen Fachmedien, konfessionelle Medien und Publikumsmedien werden in Fachvertretungen aggregiert.

Das neue Führungsgremium setzt sich folgendermaßen zusammen: Präsident ist wie bisher Rudolf Thiemann (Liborius Verlagsgruppe). Zusammen mit ihm besteht das exekutive Führungsgremium des Verbandes aus Holger Knapp (Sternefeld Medien), Detlef Koenig (mhp Medien), Bianca Pohlmann (Funke Mediengruppe), Lars Joachim Rose (Mediengruppe Klambt), Alfons Schräder (Heise Medien) und Philipp Welte (Hubert Burda Media).

Einheitlicher Mitgliedsbeitrag

Neben der neuen Struktur gibt es künftig einen einheitlichen Mitgliedsbeitrag für alle Mitglieder. Zudem soll der Verband "die Belange seiner Mitgliedsverlage in Berlin, in Brüssel und gemeinsam mit den Landesvertretungen in den Bundesländern wirkungsvoll vertreten, die Interessen der Gattungen artikulieren und allen Mitgliedern eine bundesweit und regional auf sie zugeschnittene Servicepalette bieten", so Detlef Koenig, Vizepräsident und Vorsitzender der Landesvertretung Südwest.

"Wir haben als starke Gemeinschaft der Zeitschriftenverleger in politisch und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten mit dem neuen Medienverband der freien Presse eine unternehmerische, ideelle und verlegerische Interessenvertretung unserer Branche geschaffen", sagt Rudolf Thiemann. "Dafür danke ich allen unseren Kolleginnen und Kollegen für ihr kontinuierliches und wirkungsvolles Engagement in den vergangenen Jahren. Eine neue Ära in der politischen Interessensvertretung der freien Presse hat begonnen."


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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