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TechTäglich
Eine Zeit zu sterben: Das neue Apple-Testament

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem digitalen Nachlass von Apple und mit Ärger um Videospiele für Tesla-Fahrer.

Text: W&V Redaktion

15. Dezember 2021

Apple hilft jetzt dabei, die letzten Dinge zu regeln.
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Eine Zeit zu sterben: Das neue Apple-Testament

Apples am Montag erschienene Aktualisierung auf iOS 15.2 und iPadOS 15.2 bringt überraschend viel Neues. Neben Updates für Datenschutz, Musik und die Kamera ist vor allem das neue "Apple-Testament" interessant. Damit können Nutzer festlegen, wer nach ihrem Tod Zugriff auf ihre Daten erhält. Bisher war das überaus schwierig, weil Apple hier aus Datenschutzgründen sehr restriktiv vorgegangen ist. Wenn der Besitzer eines iPhones oder eines anderen Geräts sein Apple-Passwort nicht hinterlassen hat, war es selbst für Angehörige kaum möglich, an Fotos oder andere Dokumente zu kommen. Das ändert sich jetzt, denn mit der neuen Funktion "Nachlasskontakt" lässt sich erstmals quasi ein digitaler Nachlassverwalter festlegen. Das funktioniert auch am Mac mit dem neuen macOS Monterey 12.1.

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So wird der Nachlasskontakt eingerichtet

Apple-Nutzer finden die Neuerung in Einstellungen und dort im obersten Menü mit dem eigenen Namen. Dann geht es weiter mit Passwort & Sicherheit => Nachlasskontakt. Apple erklärt die Funktionsweise auf einer eigenen neuen Seite. Insgesamt lassen sich bis zu fünf Personen festlegen, die im Übrigen nicht zwingend ein Apple-Gerät und auch kein Apple-Konto benötigen. Wer im Fall der Fälle auf die Daten zugreifen will, benötigt einen Code, den er als Nachlasskontakt erhalten hat – und die Sterbeurkunde, die er an Apple übermitteln muss. Nach der Prüfung durch Apple erfolgt der Zugriff auf die Daten dann über eine speziell dafür eingerichtete Apple-ID. Das funktioniert drei Jahre lang, danach wird das Konto endgültig "begraben".

Das neue "Apple-Testament" ist in den Einstellungen von iOS 15.2 zu finden.

Diese Daten werden "vererbt"

Die Nachlasskontakte erhalten Zugriff auf folgende Inhalte:

  • Fotos
  • Nachrichten
  • Notizen
  • Dokumente
  • Heruntergeladene Apps und deren Daten
  • Kontakte
  • Kalender
  • Geräte-Backups

So sollte ein umfangreicher und relativ kompletter digitaler Nachlass zur Verfügung stehen. Gekaufte Artikel wie Filme, Musik, Bücher und Abonnements sowie Passwörter werden dagegen nicht "weitervererbt".

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 15. Dezember 2021:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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