Anzeige

Neues Sixt-Motiv
Führerschein weg? Sixt umwirbt Philipp Amthor

Dass Sixt in Werbemotiven gegen Politiker:innen schießt, hat eine lange Tradition. Doch nach der Bundestagswahl war erstmal Ruhe. Bis Philipp Amthor diese Woche etwas zu schnell unterwegs war.

Text: W&V Redaktion

19. November 2021

Anzeige

Seit jeher greift Autovermieter Sixt aktuelle politische Ereignisse und Diskussionen satirisch in seinen Werbemotiven auf. Nachdem im Jahr der Bundestagswahl schon Annalena Baerbock und Olaf Scholz dran glauben mussten, traf es kurz vor der Bundestagswahl Gregor Gysi und Janine Wissler von Die Linke

Jetzt kriegt auch Philipp Amthor sein Fett weg. Wegen zu schnellen Fahrens soll der CDU-Bundestagsabgeordnete seinen Führerschein für einen Monat abgeben und eine Geldstrafe von 450 Euro zahlen. Ein gefundenes Fressen für den Autovermieter, der den Fall zwei Tage nach Bekanntwerden aufnahm, um auf Twitter seinen Taxidienst "Sixt Ride" zu bewerben.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Von wem das aktuelle Motiv entwickelt wurde ist nicht bekannt. Sicher ist nur, dass weder Stammhalter Jung von Matt, noch die Agentur 19:13, welche auch immer wieder für Sixt arbeitet, an der Aktion beteiligt waren. Möglicherweise wurde das Motiv auch inhouse entwickelt.

Der Fall um den CDU-Mann wurde am Dienstag (16. November) bekannt und gegenüber der dpa bestätigt. In einem Abschnitt mit 70 Kilometern pro Stunde als erlaubter Höchstgeschwindigkeit soll Amthor im vergangenen Jahr mit rund 120 km/h geblitzt worden sein. Das Urteil gegen den Chef der CDU-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern im Bundestag ist noch nicht rechtskräftig. Zu der Verhandlung war es laut NDR gekommen, weil Amthor das auferlegte Bußgeld nicht akzeptieren wollte.

Der 29-Jährige galt lange als Shootingstar der Union, produzierte 2021 jedoch eine Negativschlagzeile nach der anderen. Ob Lobbyismus-Affäre, Foto mit einem Neonazi oder unklare Machenschaften mit TikTok. Auch soll es nicht die erste Geschwindigkeitsübertretung des Politikers sein, dem ein Fahrverbot folgte. Insofern verwunderlich, dass ausgerechnet Sixt, bekannt für bissige Kampagnen, den Abgeordneten nicht schon viel früher auf's Korn genommen hat.


Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.

Anzeige