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Mehr Schutz
Instagram: Neue Funktion, um Hate Speech abzublocken

Beleidigungen kommen oft von Personen, die gar nicht oder erst seit kurzem Follower sind. Diesen Mechanismus nutzt Instagram, um Nutzer:innen mehr Kontrolle zu geben, ihre Kommentare zu regulieren.

Text: W&V Redaktion

12. August 2021

Neue Filterfunktionen bei Instagram.
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Wenn Hasskommentare gezielt und kampagnenartig auf einen niederprasseln, fühlen sich viele der Betroffenen wehrlos. Instagram gibt ihnen nun eine neue Möglichkeit, um sich besser abzuschirmen. Das soll vor allem auch Personen des öffentlichen Lebens schützen, die besonders hart angegangen werden. Besonders häufig bekommen Frauen diesen Hass aus dem Netz zu spüren.

Mithilfe der Limitieren-Funktion lassen sich automatisch Kommentare und Nachrichtenanfragen von Personen auszublenden, die einem nicht oder erst seit Kurzem folgen. Damit will Instagram erreichen, dass sich Menschen in einer Phase starker oder intensiver Belästigung schützen können, während sie gleichzeitig weiter mit ihrer langjährigen Community Kontakt halten.

Dabei gibt es die Möglichkeit zu entscheiden, wer eingeschränkt werden soll (Konten, die einem nicht folgen und/oder neue Follower) und wie lange sie eingeschränkt werden. Die Funktion wird ab sofort nach und nach global ausgerollt.

Zu finden sind die neuen Funktionen unter den Einstellungen im Bereich "Privatsphäre". Dort finden sich die weiteren Varianten. Werden Kommentare und Nachrichtenanfragen zeitlich limitiert, bekommen die Nutzer:inneneine Erinnerung, wenn dieser Zeitraum abgelaufen ist.

Im aktuellen Blogpost zu dem Thema stellt Adam Mosseri noch weitere Maßnahmen vor. Wer einen Kommentar mit verletzendem Inhalt abgeben will, wird ausdrücklich davor gewarnt und auf die Community-Richtlinien verwiesen. In vielen Fällen scheint die Warnung zu fruchten. Mosseri berichtet von rund einer Million Hinweise pro Tag. In der Hälfte der Fälle wurde der Wortlaut geändert oder ganz gelöscht.

Außerdem bietet Instagram eine Filterfunktion für Direktnachrichten an. In einigen Ländern bereits getestet, soll die Funktion ab Ende August weltweit verfügbar sein. Damit lassen sich Worte, Ausdrücke und Emojis festlegen, die dazu führen, dass entsprechende Nachrichten in einen Spam-Ordner laufen.


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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