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Geschäftszahlen
Kein Pandemie-Knick: Ströer auf Wachstumskurs

Mehr Programmatic, mehr Digitale Screens, mehr Umsatz: Der Außenwerber und Onlinevermarkter Ströer übertrifft die eigenen Prognosen. Auch für das laufende Jahr rechnet man mit einem kräftigen Plus.

Text: W&V Redaktion

3. März 2022

Christian Schmalzl, Co-CEO von Ströer, kann gute Zahlen verkünden.
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Der Vermarktungsspezialist Ströer hat 2021 seine eigenen Erwartungen trotz der Herausforderungen der Corona-Pandemie leicht übertroffen und will in diesem Jahr einen draufsetzen. Der Erlös solle um 10 bis 14 Prozent steigen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Zudem soll das Geschäft mit Außenwerbung um 16 bis 20 Prozent zulegen.

Die Corona-Pandemie hat auch bei der Außenwerbung die Digitalisierung vorangetrieben. Der Vorstand will die Zahl der digitalen Bildschirme im Straßenumfeld bis Mai 2023 auf rund 2000 Exemplare verdoppeln. Derzeit betreibt Ströer weitere 5000 Schirme etwa an Bahnhöfen, Einkaufszentren oder U-Bahn-Stationen, auf denen Informationen und Werbung zu sehen sind.

Der Umsatz stieg 2021 verglichen mit dem Vorjahr um 13 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro. Genauso stark ging es mit dem bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 513 Millionen Euro hoch. Dabei profitierte das Unternehmen neben der digitalen Außenwerbung auch von einer größeren Nachfrage nach programmatischer Vermarktung, also dem automatisierten Ein- und Verkauf von Werbung in Echtzeit.

Mit den Zahlen übertraf Ströer seine eigenen Prognosen leicht, die das Unternehmen Anfang Februar konkretisiert hatte. So wollte das Management einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro sowie beim bereinigten Betriebsergebnis das obere Ende der Spanne von 490 Millionen bis 510 Millionen Euro erreichen. Die Zahlen fielen nun auch besser aus, als von Experten erwartet. Unter dem Strich blieben mit 170 Millionen Euro rund 35 Prozent mehr bei Ströer hängen als noch vor einem Jahr.

Ströer führt das gute Ergebnis auf die sogenannte "OOH plus" Strategie zurück. Damit kombiniert der Außenwerber das OOH-Kerngeschäft mit den flankierend unterstützenden Geschäftsfeldern Digital & Dialog Media und DaaS & E-Commerce. Damit konnte das Unternehmen die negativen Auswirkungen der Pandemie auf das Außenwerbe-Kerngeschäft begrenzen. 

"Mit den hervorragenden Ergebnissen des Geschäftsjahres 2021 haben wir unsere Erwartungen übertroffen. Nicht nur die digitale Außenwerbung und die deutlich gestiegene Nachfrage nach programmatischer Vermarktung, sondern auch alle weiteren Geschäftsfelder haben positiv zu dieser sehr robusten Entwicklung beigetragen", sagt Christian Schmalzl, Co-CEO von Ströer. 

dpa/fm


Autor: Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.

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