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Brand Finance Food & Drink 2021 Report
Lebensmittel- und Getränkemarken verlieren an Markenwert

Weniger Restaurant-Besuche, weniger Ausflüge: Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie gehört zu den Corona-Verlierern und rutscht um bis zu sechs Prozent im Markenwert ab.

Text: W&V Redaktion

11. August 2021

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Der Brand Finance Food & Drink 2021 Report des Beratungsunternehmens Brand Finance zeigt die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Getränke- und Food-Marken. Vor allem Soft Drinks hat der Rückgang betroffen. Ihr Markenwert fällt um sechs Prozent von 114,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf 107,5 Milliarden im Jahr 2021. Lebensmittel- und Schokoladenmarken verlieren vier, beziehungsweise drei Prozent. Einzig Molkereiprodukte bleiben stabil im Markenwert.

Wertvollste Softdrink-Marke ist noch immer Coca-Cola, trotz eines Verlustes von 13 Prozent. Mit einem Markenwert von 33,2 Milliarden US-Dollar liegt Coca-Cola deutlich vor dem Konkurrenten Pepsi, der mit einem Markenwert von 18,4 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei liegt.

Neben dem Markenwert misst Brand Finance auch die Markenstärke mithilfe verschiedener Kriterien. Auch hier führt Coca-Cola den Softdrink-Markt an und im Brand Finance Global 500 2021 Ranking landet die Marke auf Platz vier. Dabei spielen die Markengeschichte von 129 Jahren eine Rolle, die täglich konsumierten 1,9 Milliarden Portionen der Brause und das Hinwenden zu Nachhaltigkeitsthemen. Coca-Cola kooperiert etwa mit The Ocean Cleanup's River Project. Trotz allem hat die Corona-Krise auch diesen Markengiganten getroffen und 2.000 Menschen ihre Jobs gekostet.

Im Lebensmittelbereich bleibt Nestlé an erster Stelle, mit einem Markenwert von 19,4 Milliarden US-Dollar. Der Konzern punktet mit neuen Produkten und der Anpassung an aktuelle Entwicklungen. So ist Smarties die erste globale Süßwaren-Marke, die komplett auf recyclebare Papier-Verpackung setzt und KitKat springt mit einer veganen Version ebenfalls auf einen Food-Trend auf.

Das größte Wachstum legten die Marken Dr Pepper und Red Bull hin, mit 40 und 15 Prozent. Damit rückt Dr. Pepper in die Top-10 der Softdrink-Marken vor und Red Bull sichert sich Platz drei.

Auch unter den Schokoladenmarken gibt es Veränderungen an der Spitze. Lindt schafft es auf Platz eins, mit einem Zuwachs von 21 Prozent auf einen Markenwert von 3,1 Milliarden US-Dollar. Vor allem die Lockdowns während Ostern und Weihnachten haben dem Konzern genutzt. Für die anderen Schokoladenmarken gab es kein Wachstum im Markenwert, einzige Ausnahme: Cadbury’s aus dem Mondelēz-Konzern. Um fünf Prozent klettert der Markenwert auf 2,5 Milliarden US-Dollar.

Unter den Milchprodukt-Marken kann Yili am stärksten wachsen. Der chinesische Molkereiriese steigert seinen Markenwert um elf Prozent auf 9,6 Milliarden US-Dollar. Unter den Food-Marken sichert sich Yili damit Platz zwei hinter Nestlé.


Autor: Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.

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