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Kampagne
Lego kämpft für mehr Diversity beim Spielen

Die Weichen dafür, ob Mädchen in typischen Männerberufen in Zukunft stärker Fuß fassen können, werden schon im Kindesalter gelegt, ist Lego überzeugt. Eine Kampagne soll mehr Mädchen zum Lego-Bauen ermutigen.

Text: Anonymous User

12. Oktober 2021

Mädchen gestalten die Welt durch Kreativität
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Mit der neuen Kampagne "Ready for Girls" engagiert sich der Spielwarenhersteller Lego für Geschlechtergleichheit beim Spielen. Den Anlass gab eine neue, von der Lego Gruppe in Auftrag gegebene Studie unter 7.000 Eltern und Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren in China, der Tschechischen Republik, Japan, Polen, Russland, UK und den USA, die zeigt, dass Mädchen beim Spielen viel weniger durch typische geschlechtsspezifische Vorurteile eingeschränkt sind als Jungen. 

Während 74 Prozent der Jungen der Auffassung sind, dass es Aktivitäten gibt, die nur für Jungen oder nur für Mädchen gedacht sind, sind es bei den Mädchen nur 62 Prozent. Darüber hinaus sehen 82 Prozent der Mädchen kein Problem darin, wenn Mädchen Fußball spielen und Jungen Ballett üben. Bei den Jungen liegt der Anteil bei nur 71 Prozent.

Eltern sind Stereotypen verhaftet

Bei den Eltern hingegen sind die stereotypen Vorstellungen deutlich stärker ausgeprägt. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Eltern Wissenschaftler oder Sportler als Männer vorstellen, sechsmal so hoch wie als Frauen - unabhängig davon, ob sie einen Sohn, eine Tochter oder beides haben. Bei Ingenieuren liegt die Wahrscheinlichkeit gar achtmal so hoch.

Entsprechend zeigen die Studienergebnisse auch, dass Mädchen in der Regel zu kognitiven, künstlerischen oder leistungsbezogenen Aktivitäten ermuntert werden, während Jungen eher zu körperlichen und MINT-ähnlichen Tätigkeiten motiviert werden. Die Eltern aus dieser Studie ermutigen Mädchen fast fünfmal häufiger als Jungen zum Tanzen (81 gegenüber 19 Prozent) und Verkleidungen (83 gegenüber 17 Prozent), und mehr als dreimal so häufig zum Kochen/Backen (80 gegenüber 20 Prozent). 

Im Gegensatz dazu ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Jungen eher zum Programmieren (80 gegenüber 20 Prozent) und Sport (76 gegenüber 24 Prozent) ermutigen, fast viermal so hoch wie bei Mädchen, und mehr als doppelt so hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dasselbe tun, wenn es um kodiertes Spielzeug geht (71 gegenüber 29 Prozent). Auch Lego wird von den Eltern immer noch wichtiger für Jungen als für Mädchen angesehen.

Jedes Kind soll bauen dürfen

Mit der neuen Kampagne will Lego Eltern und Kinder dazu auffordern, sich für integratives Spielen einzusetzen. Eltern sind eingeladen, Fotos von Lego-Kreationen ihrer Kinder vor einem vordefinierten AR-Hintergrund mit der Aufschrift "Get the World Ready for Me" zu teilen. Darüber hinaus hat das Unternehmen Kurzfilme gedreht, die inspirierende und unternehmerisch denkende Mädchen vorstellen, die die Welt durch ihre Kreativität neu gestalten wollen. 

Ziel ist es, mehr Mädchen zum Lego-Bauen zu bringen. So will die Brand sicherstellen, dass jedes Kind, unabhängig von seinem Geschlecht, das Gefühl hat, dass es alles bauen kann, was es möchte, und zwar auf eine Art und Weise, die ihm hilft, sein einzigartiges Talent zu entwickeln und zu verwirklichen.


Autor: W&V Redaktion

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