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TechTäglich
MacBook-Diebstahl im großen Stil an "Steve-Jobs-Uni"

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem MacBook-Diebstahl im großen Stil an der "Steve-Jobs-Uni" und dem Corona-Maßnahmen-Gaga-Generator.

Text: W&V Redaktion

30. März 2021

Apple-Mitgründer Steve Jobs starb mit 56 Jahren im Jahr 2011.
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MacBook-Diebstahl im großen Stil an "Steve-Jobs-Uni"

Steve Jobs hielt 2005 seine wohl legendärste Rede – an der Stanford-Uni, die 1891 gegründet wurde, 60 Kilometer südöstlich von San Francisco. Ein Geschwister-Paar hat an der ruhmreichen Universität nun für Aufsehen gesorgt und im großen Stil MacBooks beiseitegeschafft. Die beiden Verurteilten erwiesen sich als über Jahre kriminell. Eine Täterin war für die Bestellung von Laptops für Angestellte verantwortlich. Alle drei Jahre steht den Uni-Mitarbeitern ein neuer Apple-Rechner zu. Die Dame orderte immer einige Laptops mehr als nötig und verkaufte sie im bekannten Kleinanzeigenportal Cragislist weiter. Das Geschäft florierte und wurde ausgebaut: Nach sechs Jahren mit erfolgreichen Tricksereien stieg auch ihr Bruder ein und half beim Verkauf der gestohlenen MacBooks. Im Laufe von zehn Jahren sollen der Universität auf diese Art etwa 4 Millionen Dollar – umgerechnet 3,4 Millionen Euro – an Schaden entstanden sein. Etwa 2,3 Millionen Dollar Schaden fallen auf 800 "illegale" MacBooks zurück. Die Haupt-Täterin könnte nun bis zu 10 Jahre im Gefängnis verbringen. Zusätzlich droht ihr eine Geldstrafe von 250.000 Dollar, umgerechnet 212.000 Euro. Einen solchen Vorfall hätte sich Steve Jobs an "seiner Uni wohl kaum vorstellen können. Hier seine 2005er-Kult-Rede, die unvergessen bleibt und als wegweisend für Jobs' Philosophie gilt, noch einmal im Video:

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Neu: Corona-Maßnahmen-Gaga-Generator

COVID-19 ist eine große Bedrohung für die Menschheit. Über die teilweise schwer nachvollziehbaren deutschen Corona-Maßnahmen und Wendungen lässt sich durchaus streiten. Wie sinnvoll manch ein Beschluss ist, wird permanent diskutiert. Über das Hin und Her macht sich eine neue kostenlos ansteuerbare Website lustig. Mit einem Klick erstellt der "Corona-Maßnahmen-Gaga-Generator", wie wir ihn nennen möchten, neue Beschlüsse, zusammengesetzt aus den realen Topics und Begrifflichkeiten der aktuellen Beschlüsse. Er nimmt drei zufällige Zeilen und generiert daraus mehr oder weniger sinnvolle Sätze mit "Maßnahme"". Diese sind in der Regel ziemlich irre. Ein Beispiel: "Schwimmbäder schließen, wenn 50 % der Bevölkerung geimpft sind." Natürlich Unsinn. Genauso wie: "Restaurants, wenn die Sonne im Zenit steht, testen lassen." Oder: "Kaufhäuser bei Inzidenz über 50 vom Markt regeln lassen." Ideales Büro-Junkfood: Die Texte können dann entweder handish kopiert oder per Klick auf Twitter geteilt werden. Ein Angebot, in Krisenzeiten wenigstens mal ein paar Sekunden genau über diese Krise zu schmunzeln.

Marktplatz Etsy kämpft mit Erotik-Bug

Auf dem seit Jahren beliebten DIY-Marktplatz Etsy gibt es aktuell Probleme bei der Werbung. In dem Online-Shop verkaufen Kreative selbst gemachte Produkte. Derzeit ist die Plattform von einem Erotik-Bug betroffen, der gerade jüngere User verwirrt. Manchen Nutzern wurden bei der Suche nach asiatischen Produkten erotische Oben-Ohne-Fotos von Asiatinnen angezeigt. Auch in den Empfehlungen, die Etsy generiert, werden das tatsächliche Produkt und die Sex-Bilder gemischt. Auffällig ist dies unter anderem deswegen, weil die erotischen Fotos nur beim Thema Asia aufkommen, wie unter anderem TheVerge entdeckte. Bei der Suche nach nicht-asiatischen Produkten finden sich keine Nacktbilder. Teilweise zeigt Etsy bei der Suche nach "Asia" ganze Galerien an Oben-Ohne-Fotos von Asiatinnen, unter dem Titel "Sie mögen vielleicht auch". Geteasert werden neben harmlosen Kunst- und Heimwerkerbildchen dort auch "Bikinis für asiatische Frauen". Suchanfragen über Google für Etsy führen ebenfalls auf die Spur der nicht jugendfreien Bilder. Erste Galerien hat Etsy bereits entfernt. Möglicherweise haben neue Algorithmen verrückt gespielt. Etsy erklärte, man werde "weiter daran arbeiten, unseren Algorithmus zu verbessern, um zu vermeiden, dass Empfehlungen auftauchen, wenn sie nicht relevant oder angemessen sind." Der Asia-Erotik-Bug, für sich schon ärgerlich genug, kommt zur Unzeit für das Portal: Anfang März hatte ein weißer Mann in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia acht Menschen getötet, darunter sechs asiatische Frauen. Es folgte eine große Diskussion über die Fetischisierung asiatischer Frauen, da sie in den USA seit Jahrzehnten Sexismus und Rassismus ausgesetzt sind. 2020 meldeten US-Organisationen allein 3800 Hassattacken auf asiatische Menschen. Etsy will nun auch seine Mitarbeiter/-innen im Rahmen einer Kooperation mit einer Asian-American-Community zu der Thematik schulen. Das Unternehmen versprach, "Produkte zu überwachen, die Hass und Gewalt fördern". 

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Comeback von Space Invaders und Hot Wheels

Die Klassiker kehren zurück: Zwei Kult-Spiele werden für moderne Geräte neu aufgelegt. Die erste Ankündigung betrifft Space Invaders, die kleinen pixeligen Aliens. Die bekannten Entwicklerstudios Square Enix und Taito haben einen ersten Trailer zu einer mobilen AR-Neuauflage des Arcade-Klassikers veröffentlicht. Die Developer versprechen frische Ideen für den Retro-Hit. Interessenten können sich bereits auf dieser Website anmelden und erhalten dann Up-to-Date-Infos per Mail.

Wer eher kultige Flitzer als Aliens bevorzugt, darf sich auf den Re-Start von Hot Wheels Unleashed freuen. Hier gibt es bereits einen Release-Termin. Das neue Hot Wheels, basierend auf Mattels Klassiker und mit originalgetreuen Mattel-Modellen, wird vom italienische Spielestudio Milestone Team verantwortet. Geplant sind gleich mehrere Single-Player-Modi sowie Online-Modi und Offline-Multiplayer mit geteiltem Screen. Das Game erscheint für 49,99 Dollar (umgerechnet 42 Euro) am 30. September, allerdings nicht mobil, sondern für PC und die letzte bzw. aktuelle Version von Xbox und Playstation. Hot-Wheels-Fanboys und -Fangirls können dann auch zu einer der drei Premium-Versionen greifen. Die Teuerste, die sogenannte Ultimate Stunt Edition, schlägt mit 89,99 Dollar (umgerechnet 76 Euro) zu Buche. W&V zeigt hier beide Vorab-Trailer:

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Thailänder erhält iPhone Pro Max-Max-Max

Das Einkaufen ist in Coronazeiten kein Vergnügen – und das bekam jetzt auch noch ein Apple-Kunde zu spüren. Der recht unaufmerksame Mann aus Thailand glaubte, auf der Shopping-Plattform Lazada ein Schnäppchen zu machen. Er fand etwas, das nach iPhone aussah, und bestellte es. Beim Öffnen des Pakets stellte sich heraus, dass es sich keineswegs um das Smartphone, sondern um einen Tisch handelte, berichtet OrientalDaily. Das Möbelstück ist immerhin im Stil eines iPhones gehalten, ein Home Button und sogar ein SIM-Schacht sind an Bord – allerdings ist der Tisch natürlich deutlich größer als das Apple-Device. Bei der Bestellung waren dem Mann offenbar nicht die (für ein iPhone) recht hohen Versandkosten aufgefallen. Dumm gelaufen: Der Tisch ist seit drei Jahren erhältlich und kostet 310.000 südkoreanische Won, umgerechnet rund 230 Euro. Nicht gerade der Preis, den Apple für ein iPhone verlangt. Wer mal selbst ein Riesen-iPhone in Tischform sucht, ein iPhone Pro Max-Max-Max, der wird im Shop Ten by Ten fündig. Da wird dann schön aufgetischt: Zu den 230 Euro kommen auch noch Versandkosten und Einfuhrumsatzsteuer. Telefonieren kann der Max-Max-Max-iPhone-Tisch aber trotzdem nicht...

In diesem Sinne: Machen Sie am heutigen Dienstag reinen Tisch – und damit bis morgen bei TechTäglich.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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