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Studie
Mitarbeiter kritisieren Chefs für Feedback-Gespräche

49 Prozent der Arbeitnehmer nehmen keine konkreten Ergebnisse aus Feedback-Gesprächen mit ihren Vorgesetzten mit. 22 Prozent fühlen sich sogar unfair bewertet. Das ergab eine Studie von Talentsoft und Appinio.

Text: W&V Redaktion

30. September 2020

Elton Schwerzel, Managing Director DACH bei Talentsoft: "Unsere Studie zeigt ganz klar, dass Unternehmen in puncto Mitarbeitergespräche handeln müssen."
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49 Prozent der Mitarbeiter*innen nehmen aus ihrem letzten Feedback-Gespräch mit ihrem Vorgesetzen keine konkreten Ergebnisse mit. Zumindest keine, die ihre Arbeitsproduktivität im Nachgang steigern könnten. Das ergab eine Studie von Talentsoft, einem der führenden europäischen Anbieter von SaaS-Anwendungen im Bereich HR- und Talentmanagement. Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Appinio befragte das Unternehmen Arbeitnehmer*innen zum Thema Mitarbeiter-Feedback.

Die Studie zeigt außerdem, dass einer von vier Mitarbeiter*innen der Meinung ist, dass seine Leistungen und Kompetenzen unfair bewertet werden. Dabei halten 86 Prozent der Befragten Fairness für wichtig bis sehr wichtig, dicht gefolgt von konstruktiver Kritik und Motivation (72 Prozent) sowie Karriere- und Entwicklungschancen (54 Prozent).

Studie von Talentsoft zu Mitarbeiter-Feedback.

Vorgesetzte nicht ausreichend vorbereitet

In über der Hälfte der Unternehmen der befragten Mitarbeiter erfolgt die Vorbereitung auf Feedback-Gespräche nach wie vor analog, denn es existieren keine digitalen Lösungen oder Tools, die alle Leistungen und Kompetenzen der Mitarbeiter zentral erfassen. 22 Prozent der Angestellten gaben sogar an, dass sich ihre Vorgesetzten gar nicht vorbereiten.

Elton Schwerzel, Managing Director DACH bei Talentsoft, sieht dringenden Handlungsbedarf in puncto Mitarbeitergespräche: "Nur, wenn sich Mitarbeiter auf eine kontinuierliche, fundierte und vor allem faire Bewertung ihrer Leistungen und Kompetenzen verlassen können, sind sie in der Lage, sich effizient weiterzuentwickeln. Das kommt natürlich nicht nur dem Unternehmen zu Gute, sondern steigert auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Digitale Feedback-Prozesse und Lösungen, die in der Lage sind, diese Daten zentriert zu erfassen, sind daher unerlässlich."

Im Auftrag der HR-Spezialisten Talentsoft befragte das Marktforschungsunternehmen Appinio in einer repräsentativen Studie im August 2020 deutschlandweit 501 Arbeitnehmer beider Geschlechter im Alter von 18 bis 65 Jahren.


Autor: Belinda Duvinage

legt ein besonderes Augenmerk auf alle Marketing-Themen. Bevor die gebürtige Münchnerin zur W&V kam, legte sie unter anderem Stationen bei burdaforward und dem Münchner Merkur ein, leitete ein regionales Magazin in Göttingen und volontierte bei der HNA in Kassel. Den Feierabend verbringt sie am liebsten mit ihren drei Jungs in der Natur, auf der Yogamatte, beim perfekten Dinner mit Freunden oder, viel zu selten, einem guten Buch.

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