Anzeige

Adjust-Report
Mobile Ad-Fraud mit dramatischem Anstieg

Laut einer Erhebung der App-Marketing-Plattform Adjust ist Ad-Fraud auf mobilen Endgeräten weiter auf dem Vormarsch. Am stärksten ist dabei der stark wachsende Gaming-Bereich betroffen.

Text: W&V Redaktion

19. November 2020

Ad-Fraud ist auf mobilen Endgeräten deutlich auf dem Vormarsch.
Anzeige

Wie eine aktuelle Erhebung der App-Marketing-Plattform Adjust zeigt, sind die Ad-Fraud-Aktivitäten im Mobile-Bereich weiter stark gestiegen. Am stärksten trifft es dabei die Gaming-Kategorie: Hier stiegen die betrügerischen Aktivitäten zwischen August 2019 und 2020 global gesehen um nahezu 173 Prozent. Mit 181,2 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt liegt die EMEA-Region, währen die USB mit 310,29 Prozent global ganz vorne liegt. Die verbreitetste Betrugsmethode sind Fake-Nutzer sowie Bots. Diese machen in EMEA 47 Prozent aller Fraud-Aktivitäten aus, das SDK-Spoofing liegt mit 25,77 Prozent auf Rang zwei und Click Injection mit 21 Prozent knapp dahinter. Hinter dem Begriff SDK-Spoofing verbergen sich vorgetäuschte App-Installationen auf realen mobilen Endgeräten. Investierte Werbebudgets laufen ins Leere, weil die angeblichen Installationen nicht existieren, der Nachweis dafür aber so gut wie unmöglich ist. Verhindert werden kann das SDK-Spoofing durch die Implementierung einer SDK-Signatur durch den jeweiligen App-Anbieter, was in manchen Weltregionen mehr und in anderen weniger Anwendung findet. Click Injections wiederum sind gefälschte App-Ausführungen nach einem real erfolgen Download, bei der Bezahlungen für die Installation an die falsche Medienquelle umgeleitet werden. 

Organische Traffic stark betroffen 

Nicht nur Paid-Installationen sind von Ad-Fraud betroffen, sondern auch der organische Traffic, bei denen der Nutzer die App aus freien Stücken ohne den Einfluss von Marketingaktivitäten installiert. Fake-Installationen in diesem Bereich verursacht zwar keine direkten Kosten für Mobile Marketer, aber sie führen zu falschen weil nicht fundierten Entscheidungen bezüglich der Budget-Allokationen. Ein Blick auf die durch entsprechende Tools verhinderten Fake-Installationen zeigt: Etwa zwei Drittel davon sind organisch, nur ein Drittel Paid.  "Es ist enorm wichtig, dass Marketer ihren Daten vertrauen können", warnt Andreas Naumann, Director of Fraud Prevention bei Adjust. "Ohne einen klaren Überblick ist es schlicht unmöglich, strategische, datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Durch die Implementierung geeigneter Tools können wir aber den Betrügern immer einen Schritt voraus sein und so sicherstellen, dass Transparenz weiterhin oberste Priorität hat."


Autor: Stefan Schasche

In über 20 Jahren als Redakteur hat Stefan Schasche für diverse Zeitschriften über alles geschrieben, was Mikrochips oder Li-Ion-Akkus unter der Haube hat. Vor seiner Zeit bei der W&V schrieb er für das Schwestermagazin Kontakter über Kampagnen, Programmatic Advertising und internationale Werbethemen. 

Anzeige