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TechTäglich
Nintendo begräbt zwei klassische Konsolen

Heute in TechTäglich: Nintendo verabschiedet sich schrittweise von seinen Retro-Konsolen Wii U und 3DS. Um den Fans die Trennung zu erleichtern, haben die Japaner jetzt eine Nostalgie-Seite online gestellt.

Text: W&V Redaktion

17. Februar 2022

Der Konsolen-Flop Wii U hat bei Nintendo keine Zukunft mehr.
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Nintendo begräbt zwei klassische Konsolen

Mit dem Switch-Vorgänger Wii U (ab 2012) und dem tragbaren 3DS mit rudimentärer 3D-Technik (ab 2011) hatte Nintendo zwei Konsolen im Repertoire, die höchst unterschiedlichen Erfolg hatten. Während die Wii U mit nur 13,5 Millionen verkauften Exemplaren als einer der größten Flops der Firmengeschichte gilt, war der 3DS mit 76 Millionen Verkäufen ein Riesenerfolg. Nun verabschieden die Japaner beide Konsolen praktisch parallel, um sich künftig ganz auf die erfolgreiche Switch konzentrieren zu können. Wie Nintendo jetzt mitgeteilt hat, sind ab Ende März 2023 im hauseigenen eShop keine Spiele für Wii U und 3DS mehr erhältlich.

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Abschied auf Raten

Der langsame und ratenweise Abschied beginnt aber bereits zuvor. Schon ab 23. März 2022 lässt sich das Guthaben auf den beiden Vintage-Konsolen nicht mehr per Kreditkarte aufladen. Und ab 29. August 2022 funktioniert das dann auch nicht mehr mit bereits gekauften Guthabenkarten. Das Spielen auf den Geräten und der erneute Download bereits gekaufter Software sollen aber auch nach März 2023 zunächst noch funktionieren, so The Verge. Dass veraltete Hardware irgendwann ausgemustert wird, ist zwar normal. Dennoch sind viele Nintendo-Fans traurig oder sauer, wie Kotaku berichtet. In den Kommentaren heißt es: "Soll das bedeuten, dass wir jetzt eine Switch kaufen müssen?" oder "Irgendwann können wir dann gar nicht mehr mit den alten Konsolen spielen". Um den Abschiedsschmerz zu lindern, hat Nintendo eine "Memories"-Seite online gestellt, auf der Fans ihre Spielehistorie mit Wii U und 3DS nochmal nacherleben können.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 17. Februar 2022:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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