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Kompromiss
SCoPE: Produzentenallianz und GWA einigen sich

Die Sektion Werbung der Produzentenallianz und der Agenturenverband GWA finden beim Angebotsformat SCoPE einen Kompromiss. Der Breakdown bleibt, das Mark-up fällt weg.

Text: W&V Redaktion

13. Juli 2021

Tony Petersen von der Produzentenallianz freut sich über die Lösung.
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Nach kontroverser Debatte konnten sich Produzentenallianz und GWA nun doch noch auf ein gemeinsames Vorgehen beim Thema SCoPE einigen. Beide Verbände sprechen sich dafür aus, den neuen Standard SCoPE, abgekürzt für "Simplified and Comparable Production Estimate", als künftiges Angebotsformat in der Werbefilmproduktion zu unterstützen. Das war lange nicht klar.

Damit wurden die letzten Missverständnisse zwischen beiden Parteien ausgeräumt. Tatsächlich hatten GWA und Produzentenalllianz vergangenen Herbst SCoPE gemeinsam als Pilotprojekt gestartet, wobei der GWA vermutlich auf Druck seiner Mitglieder schnell wieder Abstand davon nahm. Statt das Gespräch mit den Filmproduzent:innen über einen Kompromiss zu suchen, distanzierte sich der Agenturenverband von SCoPE. Jetzt hat man sich wieder zusammengerauft.

Schluss mit dem Gefeilsche

Beide Verbände sprechen sich gemeinsam dafür aus, SCoPE mitzutragen. Allerdings soll der Breakdown, der im Detail alle möglichen Posten in einem Kostenvoranschlag aufführt, wie bisher Bestandteil des neuen Angebotsformats sein. Nur auf das Mark-Up wird verzichtet, was das Hauptanliegen der Produzent:innen war. Sie wollten nicht länger mit Kund:innen um ihre Margen diskutieren. In der gemeinsamen Pressemitteilung von GWA und Produzentenallianz betonen beide Seiten, das gelte aber nur, solange die Kund:innen mit diesem Procedere einverstanden seien. Ansonsten dürften die Produktionsfirmen auch weiterhin ihre Kalkulation offenlegen.

Tony Petersen, stellvertretender Vorstandssprecher der Sektion Werbung der Produzentenallianz, ist zufrieden. "Seit dem Start der Pilotphase von SCoPE sind die Diskussionen über die Marge fast verschwunden, im Fokus der Verhandlungen steht immer mehr das Preis-Leistungs-Verhältnis." Dadurch rücke das inhaltliche Ziel des Bewegtbildauftrags wieder in den Mittelpunkt."

Auch Thomas Nabbefeld, Sprecher des Forums Creative Services des GWA, freut sich, dass sie in der Diskussion um SCoPE zu einem Konsens gekommen seien. "Die GWA-Agenturen befürworten das neue vereinheitlichte Angebotsformat. Klare Kostentransparenz ist die Basis für kreative Qualitätssicherung." Der detaillierte Breakdown sei für sie als kaufmännisch verantwortliche Producer unabdingbar. Die Entscheidung zum Mark-up liege nun bei den Auftraggeber:innen. Wie sich das entwickelt, "wird der Markt entscheiden müssen", so Nabbefeld.

Bessere Übersicht, einfacheres Handling

Das Format "Simplified and Comparable Production Estimate" vereinheitlicht die Angebotspraxis in der Werbefilmproduktion. Die für die Umsetzung eines Films notwendigen Leistungen werden mit SCoPE in einem immer gleich strukturierten Angebot für den Auftraggeber zusammengeführt. Die inhaltliche Vergleichbarkeit verschiedener Angebote soll damit einfacher werden.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt. Seine Schwerpunktthemen sind Agenturstrategie, Kreation und UX. Privat engagiert er sich für LGBTQI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.

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