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TechTäglich
Samsung-iPhone: Das Beste aus zwei Welten

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit einem Samsung-iPhone, PS5-Trauer und digitalen Dilettanten.

Text: W&V Redaktion

30. Juli 2021

Ein Gerät, zwei Logos: Die Icons von Apple und Samsung sind bei diesem Konzept-Gerät auf der Rückseite zu bewundern.
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Das Samsung-iPhone im Video

Samsung und Apple beherrschen den Smartphone-Markt. Die Konkurrenten sind aber auch Partner. Apple gehört zu den größten Kunden der Südkoreaner, die unter anderem die OLED-Displays fürs iPhone liefern. YouTuber 4RMD ist der Ansicht, dass beide Unternehmen bei der nächsten Handy-Generation gleich gemeinsame Sache machen könnten.

Mit dem iGalaxy S22 Pro Max präsentiert 4RMD das Beste beider Firmen-Welten und geht kurz vor den neuen iPhones (Mitte September dürfte das nächste Event anstehen) damit im Netz viral: Auf der Rückseite des Geräts mit randlosem Display und Fingersensor unter dem Bildschirm finden sich sowohl ein Apple- als auch ein Samsung-Logo. Statt der iPhone-Notch würde das Apple-Samsung-Phone ein kleines Loch für die Kamera im Bildschirm integrieren.

Im Video werden auch die Betriebssysteme iOS und Android kurzerhand zusammengelegt. Ob das den Fanboys der beiden Firmen gefallen würde? Im Netz wird das Video jedenfalls aktuell geliebt.

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PlayStation 5: Trauer trotz Rekord

Einerseits Rekordzahlen, andererseits Trauer: Sonys Playstation 5 ist bereits zehn Millionen Mal über die Ladentische gegangen. Die Schallmauer wurde laut dem japanischen Konzern am 18. Juli durchbrochen. Bis zum April hatte Sony "nur" acht Millionen Exemplare abgesetzt. Damit ist die PS5 die am schnellsten verkaufte PS aller Zeiten. Die PS4 verkaufte 10 Millionen Exemplare in 270 Tagen, die PS5 in nur 250 Tagen.

Das wäre eigentlich ein Grund zur Freude. Doch der Konzern räumt ein: Es hätten noch viel, viel mehr Konsolen sein können, denn Lieferschwierigkeiten aufgrund der Pandemie haben dafür gesorgt, dass die Konsole überall knapp war. Sony gesteht: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, weil die Nachfrage für die PS5 größer bleibt als das Angebot". Es sei eine "einzigartige Herausforderung, Lagerbestände zu erhöhen".  Auch 2022 und erst recht im Weihnachtsgeschäft 2021 müsse weiterhin mit Engpässen gerechnet werden. 

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Von iOS zu Android: Google plant Wechsel-App

Mit Auf iOS übertragen bietet Apple schon länger eine kostenlose App an, die es Android-Usern einfach macht, zu iOS zu wechseln. Doch es soll auch Nutzer geben, die von iOS die Nase voll haben und auf Android umschwenken. Für diese Zielgruppe arbeitet Google an einer App, die das Wechseln leichter machen soll, vor allem in Bezug auf den Transfer von Fotos und Daten, der derzeit nicht intuitiv gelöst ist. Das fand 9to5Google in den Android-Codetiefen heraus.

Aktuell muss ein User für einen Wechsel von iOS zu Android Google Drive bemühen, um alle Fotos, Videos und andere Daten als Backup zu sichern. Auf dieser Basis kann dann eine Android-Installation erstellt werden. Mit "Switch to Android" soll das leichter werden.

Spannende Frage: Google hat "Move to iOS" im Google Play Store zugelassen. Aber lässt Apple auch umgekehrt die Google-Wechsel-App in seinen Store? Da könnte Zoff programmiert sein...

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Kostenlose Weltreise – ohne das Haus zu verlassen

Reisen ist in Pandemie-Zeiten eine schwierige Sache. Statt "kommen Sie rein" können Sie ja einfach mal rausgucken – aus den Fenstern dieser Welt. Die Website window-snap.com ist wohl einmalig. Sie zeigt mit interaktiven Bildern einen Blick aus Fenstern dieser Erde.

Gratis reisen ohne das Haus zu verlassen: Egal, ob Sie mal aus einer Wohnung in Madrid auf die Innenstadt schauen wollen, einen Blick raus auf den Hafen von Port Jefferson (New York) genießen oder den Verkehr auf den Straßen der brasilianischen Stadt Belo Horizonte ansehen möchten: window-swap.com erlaubt es kostenlos.

Keine Lust mehr auf die Aussicht? Dann klicken Sie einfach auf den Button "Open a new window in the world" und die kostenlose Weltreise geht weiter.

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Digitale Dilettanten im Video

Eigentlich ist es eine Doku – und doch unterm Strich ein Horrorfilm, der dem Bürger die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Wer die Doku "Digitale Dilettanten" im linearen ZDF-Programm verpasst hat, kann (und sollte) den 30-Minüter jetzt in der ZDF-Mediathek abrufen.

Der Film von Steffen Mayer und Joachim Ottmer dokumentiert auf eindrucksvolle Weise, wo Deutschland digital steht: ganz unten. Verwaltung, Polizei, medizinische Dienste: Online sind die meisten Behörden zwar digital ausgerüstet, aber kaum untereinander vernetzt und teilweise mit uralten Geräten und Betriebssystemen ausgestattet. Es ist nicht so, als hätte man dies alles nicht geahnt oder am eigenen Leib erfahren (ich habe jüngst in Berlin drei Monate auf die Verlängerung meines Personalausweises warten müssen), aber die geballte Ladung Digital-Dilettantismus überraschend den Zuschauer der Doku schließlich doch. Die Autoren schreiben:

"Digital lassen sich meist nur Termine buchen, die in anderen Ländern online erledigt werden können. Veraltete Software und Betriebssysteme, überforderte IT und fehlende Ausstattung haben gravierende Folgen. Das hat insbesondere die Pandemie schonungslos offengelegt. Es gab stapelweise Fax-Nachrichten aus Laboren, die von den ohnehin schon überlasteten Angestellten der Gesundheitsämter händisch in die Computer getippt werden mussten. Dies hat nicht nur Menschenleben gefährdet, sondern auch den Glauben an die gut organisierte deutsche Verwaltung erschüttert."

Die Gründe sehen Mayer und Ottmer in "jahrzehntelangem Software-Wildwuchs, fehlenden bundesweiten Standards und Schnittstellen, Personalmangel, unzureichenden Kenntnissen, kaum Problembewusstsein und fehlendem politischen Willen".

Damit wünsche ich ein sachkundiges Wochenende. Bis Montag bei TechTäglich.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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