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Audio
So klingt die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die FAZ hat sich jetzt einen eigenen Sound zugelegt. Das Klangformat soll eine "akustische Klammer" für alle Audio-Produkte des Hauses sein. Denn die werden zahlreicher - und immer wichtiger.

Text: W&V Redaktion

4. September 2020

Tüftelei im Studio: Jetzt ist der FAZ-Sound fertig komponiert.
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Zuerst ist da nur ein sphärischer Klangteppich. Dann setzt ein treibender Pianosound ein, der nach und nach von weiteren Instrumenten ergänzt und abgelöst wird, immer wieder, im steten Wechsel. Der neuer Chart-Hit eines Produzenten-DJs? Falsch. So klingt ab sofort die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Eine Hörprobe ist im Digitec-Podcast des Hauses aubrufbar.

Dass sich das Medienhaus ein Soundlogo zulegt, hat seinen Grund: Man reagiere damit auf die zunehmende Bedeutung der Audio-Formate. Mit dem neuen Corporate Sound schärfe die Frankfurter Allgemeine "ihre auditive Position in der Medienlandschaft und setzt eine akustische Klammer um alle Audio-Produkte des Hauses." Also beispielsweise Podcasts, Funkspots oder Beiträge auf Social Media.

Akustische Markenstrategie

In Zusammenarbeit mit der Sonic Branding Agentur TRO wurde eine akustische Markenidentität entwickelt, die modular auf alle Audio-Produkte der FAZ angewendet werden kann. Die Sound-ID bildet die Basis für Logos, Responsetöne, Hintergrundsounds und Melodien. Sie soll eine Wiedererkennung der Dachmarke schaffen und zugleich den einzelnen Kanälen und Touchpoints Spielraum für Varianz lassen. Das Sound-Konzept ist von der "Neuen Musik", geprägt, die zahlreiche Stile und Genres quer durch Europa vereint; sie bedient sich unter anderem der Polyrhythmik und Atonalität.

"Der neue Corporate Sound ist die konsequente Weiterführung unserer Markenstrategie", erklärt Yamina Grossmann, Leiterin Zentrales Marketing FAZ, die Neuerung. "Im letzten Jahr haben wir an der Positionierung der Dachmarke 'Frankfurter Allgemeine' gearbeitet. Seither bringen wir mit dem Claim 'Freiheit beginnt im Kopf' die Haltung unserer Marke zum Ausdruck. Diese Positionierung spiegelt sich bereits in unserem neuen Corporate Design wider und ist nun auch in eine akustische Identität übersetzt. So schärfen wir die Marke an allen Touchpoints weiter – auch den auditiven."


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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