Anzeige

S4 Capital
Sorrell übernimmt zwei weitere Agenturen

Für seine Holding S4 Capital erwirbt der Brite Martin Sorrell die Agenturen Decoded Advertising und Metric Theory für noch mehr datenbasierte Kreation. Damit wächst sein Unternehmen auf knapp 4000 Leute.

Text: W&V Redaktion

5. Januar 2021

Martin Sorrells S4 wächst trotz Pandemie.
Anzeige

S4 Capital, die Marketing Services Holding von Martin Sorrell, übernimmt in den USA zwei Agenturen. Und das mitten in der Coronakrise! Eine entsprechende Meldung hat die Firma des britischen Geschäftsmanns (ehemals WPP-Chef) vor wenigen Stunden verkündet, wie "AdWeek" schreibt.

Kreation, Tech und Media aus einer Hand

Die integrierte Agentur Decoded Advertising für Kreation, Tech und Media mit Kunden wie SC Johnson, T-Mobile und Visa, die etwa 200 Mitarbeiter:innen in New York und Los Angeles beschäftigt, wird demnach dem Content-Bereich von S4 zugeschlagen, der auch MediaMonks angehört. Vermutlich geht Decoded in MediaMonks auf. In Deutschland bauen Thomas Strerath und Till Eckel MediaMonks derzeit in Berlin und München für die Kunden BMW und N26 auf.

Die Performance-Agentur Metric Theory stößt zum Digital-Bereich von S4, die Sorrell um die Agentur MightyHive herum aufgebaut hat und wird dort integriert. Für Metric Theory arbeiten 130 Leute in San Francisco, Denver, New York und Orange County. Die beiden Deals haben lt. Fachpresse einen Wert von geschätzt 146 Mio. Pfund. Beide Agenturen legen wie die gesamte Gruppe Wert auf Diversity, Gleichstellung und Inklusion. S4 beschäftigt damit bald 4000 Menschen.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

"Beide Akquisen erweitern unsere digitalen, strategischen und kreativen Fähigkeiten", sagt Holding-Chef Sorrell. Daten zu nutzen, um effektive Kreation zu produzieren und Kampagnen gezielt über digitale Medien zu verbreiten, sei das Gebot der Stunde. Man biete den Kund:innen überdies in Zukunft mehr Transparenz und Messbarkeit.

S4 kündigte gleichzeitig an, das Unternehmen sei auf dem besten Wege, die von Analysten erwarteten 270 bis 300 Mio. Pfund Bruttogewinn zu erreichen. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2020 würden aber erst im März veröffentlicht.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt. Seine Schwerpunktthemen sind Agenturstrategie, Kreation und UX. Privat engagiert er sich für LGBTQI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.

Anzeige