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Axel Springer
Spiegel-Bericht: Vorwürfe gegen Bild-Chef Reichelt

Mitarbeiterinnen des Springer-Verlags werfen Julian Reichelt wiederholtes Fehlverhalten vor. Aktuell laufen interne Ermittlungen gegen den "Bild"-Chef. Eine Kanzlei prüft die Vorfälle.

Text: W&V Redaktion

8. März 2021

Bild-Chef Julian Reichelt
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Gegen den "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt läuft offenbar ein Compliance-Verfahren. Das berichtet der "Spiegel". Zuvor sollen sich innerhalb des Springer-Verlags rund ein halbes Dutzend Mitarbeiterinnen über Reichelts angeblich wiederholtes Fehlverhalten beschwert haben.

Das Medienhaus klärt die angezeigten Vorfälle derzeit intern auf, heißt es. Zur "sorgfältigen Prüfung" der Angelegenheit sei außerdem die Kanzlei Freshfields herangezogen worden.

Untersucht wird laut "Spiegel", ob es zu Machtmissbrauch und der Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen seitens Reichelt gekommen ist. Des Weiteren sei von möglichen Mobbing- und Nötigungsvorwürfen die Rede. Der Springer-Verlag hat sich bisher zu den Vorkommnissen nicht geäußert.

Die Vorwürfe passen ins Bild: Wie W&V-Autorin Lisa Priller-Gebhardt bereits im vergangenen Sommer schrieb, wurde die Boulevard-Zeitung von verschiedenen Seiten dafür kritisiert, dass bei der gedruckten Bild kaum mehr Frauen in leitenden Positionen zu finden sind. Der Verein ProQuote attestierte der höheren Führungsetage um Reichelt sogar ein "frauenfeindliches Klima".


Autor: Maximilian Flaig

studierte Amerikanistik in München, volontierte bei W&V und schrieb währenddessen auch für die Süddeutsche Zeitung. Der gebürtige Kölner betreut die Themenbereiche Sport, MarTech, Business Model und SEO/SEA.

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