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TechTäglich
Streaming: Roku startet Deutschland-Offensive

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit der neu geplanten Deutschland-Offensive des US-Streaming-Marktführers Roku.

Text: W&V Redaktion

7. September 2021

Ein Portal für möglichst alle Streamingdienste: So will Roku auch hierzulande punkten.
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Bislang war der TV-/Streaming-Dienst Roku vor allem in den USA bekannt. Dort ist er an der Börse notiert und Marktführer im Bereich Internet-Sticks für nicht-internetfähige Fernsehgeräte, die Streaming ermöglichen. Mit 36 Prozent Marktanteil liegt Roku in den USA mit Amazons Fire-Devices gleichauf. Apple TV und Google Chromecast können in den Staaten nicht mithalten. Weil der US-Marktanteil zuletzt um 3 Prozent fiel, expandiert Roku jetzt – in einem ersten Schritt auch nach Deutschland. Hier sind die Streaming-Dienste von Amazon, Netflix und Apple auf ihren eigenständigen Plattformen längst Big Player.

Mit großen Schritten nach Deutschland: Roku legt in Kürze los.

Zum Start sollen bei Roku vor allem Privatsender wie Sky und RTL verfügbar gemacht werden. Auch die Integration von Streamingdiensten wie Netflix und Amazon Prime Video ist geplant. Verantwortliche für die Expansion nach Deutschland ist die Managerin Mirjam Laux, die auch beim Aufbau von Maxdome entscheidend beteiligt war.

Zuerst soll in Deutschland auf die Hardware-TV-Sticks gesetzt werden. Danach will Roku schrittweise neue Software-Funktionen integrieren. Mit welcher Hardware und vor allem zu welchem Preis an welchem Tag Roku in Deutschland antritt, ließ Laux im Handelsblatt noch offen: "Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis ist eines unserer Verkaufsargumente." Dumping-Angebote für einen möglichst breiten Markteintritt sind wahrscheinlich: Der kleine Amazon-TV-Fire-Stick kostet in Deutschland derzeit nur 21,99 Euro.  

Das sind die weiteren TechTäglich-Themen vom 7. September 2021:


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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