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WhatsApp und Co.
Studie: Messenger-Apps sind auf dem Vormarsch

Eine Studie des Münchner Software-Anbieters MessengerPeople zeigt: Kunden sind offen für den Dialog via Messenger-Apps und würden über diese auch einkaufen. Die Bezahlfunktion bleibt jedoch eine Hürde.

Text: W&V Redaktion

3. Februar 2021

MessengerPeople ist ein Software-as-a-Service-Anbieter für Messenger Kommunikation.
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Welche Rolle spielen Messenger-Dienste in der digitalen Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen? Dieser Frage hat der Software-Anbieter MessengerPeople in einer Studie untersucht.

Dabei hat das Münchner Startup herausgefunden, dass 71 Prozent der weltweit befragten Konsumenten eher bei Unternehmen einkaufen würden, die Messenger-Apps als Kommunikationskanal anbieten. Grundsätzlich mit Unternehmen chatten wollen 85 Prozent der Konsumenten.

Obwohl mit den Sprachassistenten wie Alexa oder Siri bereits Alternativen zu den klassischen Messenger-Diensten bereitstehen, sei textbasierter Kundendialog nach wie vor der bevorzugte Kanal, schreiben die Autoren. Das liege vor allem daran, dass fast zwei Drittel der Konsumenten gar keine smarten Lautsprecher nutzen. Auch Unternehmen würden das größere Potenzial für erfolgreichen "Conversational Commerce" im Einsatz von WhatsApp und Co. sehen.  

Chatbot-Nutzung steigt

Etabliert haben sie laut der Untersuchung hingegen Chatbots. Besonders reine E-Commerceler, Versicherungen sowie der Banken- und Finanzsektor ziehen positive Effekte aus der Nutzung von chattenden Robotern, heißt es. Auch steigt deren Verbreitung: 2018 waren es nur rund 50 Prozent, 2020 schon knapp 75 Prozent der Verbraucher, die bereits einmal mit einem Chatbot interagiert haben.

Trotz der Akzeptanz von "Conversational Commerce" und Chatbots, steckt das Bezahlen via Messenger-App zumindest hierzulande noch in den Kinderschuhen. Immerhin würden 62 Prozent der Unternehmen eine Bezahlfunktion anbieten, wenn diese rechtssicher und verfügbar ist.

Dies könnte bald der Fall sein, glaubt MessengerPeople-Geschäftsführer und CMO Matthias Mehner: "Durch die angekündigten neuen WhatsApp Business Features und dem geplanten Roll-out von WhatsApp Pay wird Messaging für Unternehmen noch einfacher und vielseitiger einsetzbar."

Wann Facebook eine Bezahlfunktion für seine Dienste nach Deutschland bringt, ist noch nicht klar. Man hoffe, dies im Laufe des Jahres realisieren zu können, teilte das Unternehmen zuletzt mit.


Autor: Maximilian Flaig

studierte Amerikanistik in München, volontierte bei W&V und schrieb währenddessen auch für die Süddeutsche Zeitung. Der gebürtige Kölner betreut die Themenbereiche Sport, MarTech, Business Model und SEO/SEA.

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