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TechTäglich
Wegen Putin: Samsung streicht das Z

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit der Samsung-Reaktion auf den Putin-Krieg und mit der App-Wende bei Apple.

Text: W&V Redaktion

31. März 2022

Samsungs Falt-Phones: Klappt nicht mehr mit dem alten Namen.
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Wegen Putin: Samsung streicht das Z

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist der Buchstabe "Z" weltweit übel beleumundet. Denn er symbolisiert unter anderem auf Panzern den Slogan "Für den Sieg" und dient Putin-Treuen als Kriegssymbol. Deshalb verabschieden sich mittlerweile immer mehr Firmen wie zuletzt die Zürich-Versicherung (W&V berichtete) in ihrer Kommunikation vom letzten Buchstaben des Alphabets. Nun zieht auch Samsung Konsequenzen. Die Koreaner streichen das Z aus der Modellbezeichnung ihrer Falt-Smartphones Galaxy Z Fold3 und Galaxy Z Flip3. In Litauen und Lettland, die sich ebenfalls von Wladimir Putin bedroht fühlen, werden die Handys bereits als Galaxy Fold3 und Galaxy Flip3 vermarktet.

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In Deutschland gilt das Z noch

Wie Samsung, das sich nach Kriegsbeginn aus Russland zurückgezogen hat, weltweit weiterhin mit den Namen umgeht, ist noch unklar. In anderen osteuropäischen Staaten ist das Z ebenfalls nicht mehr zu sehen. Auch neue Produktkartons werden produziert, wie AndroidPolice berichtet. In Deutschland oder den USA steht das Z bisher noch in den Produktnamen. Doch weil der Gebrauch des Propaganda-Buchstabens in Zusammenhang mit dem Krieg teilweise bereits strafbar ist, könnte sich das bald ändern. So würde Samsung jeglichen Problemen und negativen Assoziationen aus dem Weg gehen. Das Z dient bei den Koreanern bisher nicht nur als Kennzeichnung für alle Klapp-Modelle. Es soll auch die Gelenkigkeit der Fold- und Flip-Phones symbolisieren.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 31. März 2022:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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