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Peinliche, nächtliche Tweets
ZDF-Fernsehrat entschuldigt sich für seltsame Tweets

Am frühen Sonntagmorgen hat sich der ZDF-Fernsehrat mit einigen merkwürdigen Tweets zu Wort gemeldet: "Er sei so breit und bunt wie unsere Gesellschaft" hieß es dort, vor allem sei man aber "breit".

Text: W&V Redaktion

6. April 2022

In der Nacht von Samstag auf Sonntag überraschte der ZDF Fernsehrat mit merkwürdigen Tweets.
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Der ZDF-Fernsehrat ist eine Ansammlung äußerst seriöser Menschen aus der Wirtschaft, den Kirchen, aus NGOs und natürlich aus der Politik. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag machte der Fernsehrat allerdings mit fragwürdigen Tweets über seinen offiziellen Account auf sich aufmerksam, die nahelegen könnten, dass zumindest der Twitterer selbst ein wenig zu tief ins Glas geguckt hat.  

In einem Tweet um exakt 1:25 Uhr hieß es dort wörtlich: "Also eins ist ja mal klar: Der #Fernsehrat ist so breit und so bunt wie unsere #Gesellschaft! (Na ok, im Moment ist er vor allem breit)."  

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Nur drei Minuten später ging es weiter, und zwar mit einem Tweet an den Pianisten Igor Levit. Der stellte am 1. April auf Twitter die Frage: "Woran arbeite ich? Wer es errät, bekommt ein Geschenk" und fügte das Icon eines gefüllten Bierglases an.    

Die Antwort vom ZDF-Fernsehrat: "Sieht ein bisschen aus wie anal intruding bei der Arbeit. Könnte aber auch Beethovens 1. Klavierkonzert sein!?" 

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Die Antwort des Pianisten kam prompt: "Ihr sollt nicht so viel Alkohol trinken!!", worauf der Fernsehrat twitterte: "Auch nicht, um arbeitsfähig zu bleiben? Machst Du doch auch!" 

Die gut 2000 Follower des ZDF-Fernsehrates dürften sich ein wenig gewundert haben über die legere Art der Kommunikation, die man bisher so nicht von dem Gremium kannte. Bleibt die Frage, wer genau in der Nacht von Samstag zu Sonntag für den Twitter-Kanal zuständig war und in welchem Zustand die Person gewesen ist.  

Eine offizielle Stellungnahme des Fernsehrates kam etwa 14 Stunden später, ebenfalls auf Twitter. In einem Tweet "In eigener Sache" ließ das Gremium verlauten, in diesem Account sei "in einer Weise kommuniziert (worden), die den Aufgaben, dem Selbstverständnis und den Gepflogenheiten des Gremiums in keiner Weise gerecht wird". Zudem habe der Vorsitzende sichergestellt, dass so etwas nicht wieder vorkomme, denn eine "nüchtern-wertschätzende Kommunikation" sei Voraussetzung für den Diskurs, für den der Fernsehrat eintrete. Zumindest "nüchtern" war die Kommunikation in der Nacht mit einiger Sicherheit nicht gewesen.       

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Autor: Stefan Schasche

In über 20 Jahren als Redakteur hat Stefan Schasche für diverse Zeitschriften über alles geschrieben, was Mikrochips oder Li-Ion-Akkus unter der Haube hat. Vor seiner Zeit bei der W&V schrieb er für das Schwestermagazin Kontakter über Kampagnen, Programmatic Advertising und internationale Werbethemen. 

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