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USA
Rogan zerknirscht: Und jetzt auch noch das N-Wort

Entertainer Joe Rogan bekannte sich dazu, in seinen Podcast-Sendungen das N-Wort gebraucht zu haben und entschuldigte sich dafür. "Habe es versaut", räumte er ein. Viele seiner Folgen wurden von Spotify eliminiert.

Text: W&V Redaktion

7. Februar 2022

Joe Rogan
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Die Kontroverse um den US-Podcaster Joe Rogan geht weiter: Nachdem er sich erst kürzlich zu irreführenden Informationen zum Coronavirus in seiner Spotify-Sendung erklären musste, hat er nun Stellung zu rassistischen Äußerungen bezogen. "Ich mache dieses Video, um über das Bedauerlichste und Beschämendste zu reden, über das ich jemals öffentlich sprechen musste", sagte der 54-Jährige in einem Instagram-Video.

Zuvor hatte Grammy-Preisträgerin India Arie am Freitag einen Video-Zusammenschnitt veröffentlicht, in dem Rogan mehrfach das "N-Wort" benutzte. Mit dem Begriff "N-Wort" wird heute eine früher gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben.

Am Samstag folgte dann die Stellungnahme Rogans: Es seien Clips aus zwölf Jahren seines Podcast. "Und es sieht verdammt schrecklich aus - sogar für mich", sagte er. Berichten zufolge sollen aufgrund der Äußerungen mittlerweile über hundert Folgen von Rogans Podcast auf der Streaming-Plattform entfernt worden sein.

In seinem Video am Wochenende sagte Rogan weiter, dass er das Wort seit Jahren nicht mehr benutzt habe. "Es ist kein Wort, das ich benutzen darf", sagte er. Er habe es nie benutzt, um rassistisch zu sein. "Aber wann immer du in einer Situation bist, in der du sagen musst: 'Ich bin nicht rassistisch', hast du es versaut. Und ich habe es eindeutig versaut."

Rogan war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, nachdem Musiker wie Neil Young und Joni Mitchell Spotify vorwarfen, in Podcasts Falschinformationen über das Coronavirus zu tolerieren und damit Menschenleben zu gefährden. Sie verweisen dabei vor allem auf den populären Talk-Podcast von Rogan, der nach einem Exklusiv-Deal nur bei Spotify zu hören ist. Der Streaming-Dienst lockte Rogan Medienberichten zufolge einst mit 100 Millionen Dollar (88,5 Mio Euro) an.

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