Anzeige

Datenschutz
Verbraucherverband schießt massiv gegen Clubhouse

Flattert der neuen, gehypeten App Clubhouse bald ein Bußgeldbescheid ins Haus? Wenn es nach dem Willen der Verbraucherschützer geht, ja. Es sei denn, die Amerikaner passen sich dem hiesigen Recht an.

Text: W&V Redaktion

27. Januar 2021

Clubhouse ist nicht DSGVO-konform.
Anzeige

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat die Anbieter der neuen Social-Media-App Clubhouse wegen gravierender rechtlicher Mängel angemahnt. Das teilte der Vorstand des VZBV, Klaus Müller, auf Twitter mit. In einem Schreiben an die Alpha Exploration Co. in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien bemängeln die Verbraucherschützer, dass der Dienst in Deutschland ohne das erforderliche Impressum betrieben werde. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutz-Hinweise lägen nicht wie vorgeschrieben auf Deutsch vor, sondern nur auf Englisch.

In der Abmahnung geht es in der Sache aber auch um den Datenschutz. So reklamiere der Clubhouse-Betreiber das Recht für sich, die von den Anwendern hochgeladenen Kontaktinformationen aus den Adressbüchern der Smartphones umfassend zu nutzen und beispielsweise mit Werbung zu behelligen. Damit verstoße Clubhouse gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). In der Abmahnung an den Betreiber von Clubhouse fordert der VZBV die Abgabe einer "strafbewehrten Unterlassungserklärung".

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Sollte die Alpha Exploration Co. in Kalifornien nicht auf die Abmahnung reagieren oder sich weigern, die Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, könnte der deutsche Verband eine Klage vor dem Landgericht Berlin anstrengen und dort ein Bußgeld verhängen lassen.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Anzeige