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Auftakt zu den Screenforce Days 2022
Screenforce-Chef Hildebrandt bedauert Entscheidung für virtuellen Event

Glanzvolle Atmosphäre, Jubelstürme in der Halle, die ganz große Show - das wird es bei den Screenforce Days 2022 nicht geben. Das zentrale Event der deutschsprachigen TV-Branche findet in diesem Jahr virtuell statt, flankiert von vier eher intimen Abendveranstaltungen in deutschen Großstädten. Malte Hildebrandt, Geschäftsführer der TV-Vermarkterallianz, bedauert die Abkehr von der großen Live-Bühne und wünscht sich bessere Tage zurück.  

Text: W&V Redaktion

31. Mai 2022

Screenforce Days
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Event-Planung in Zeiten der Seuche ist die Hölle. Als die Eckpfeiler der Screenforce Days 2022 Anfang des Jahres eingezogen wurden, entschieden sich die Macher der Veranstaltung erneut für ein Remote-Konzept ohne Publikum im Saal. Screenforce-Geschäftsführer Malte Hildebrandt wirbt um Verständnis dafür, warum sich auch in diesem Jahr nicht wieder Tausende von Zuschauern die großen TV-Screenings live ansehen können: "Wir haben uns die Entscheidung für ein erneutes virtuelles Branchenevent ohne Publikum nicht leicht gemacht, aber die nach wie vor geringe Planungssicherheit für Großveranstaltungen im Hinblick auf die Pandemie ließ uns im Februar, als wir uns festgelegt haben, keine andere Wahl."

Nur zur Erinnerung: Damals hatte sich die Corona-Inzidenz, also die Zahl der neu gemeldeten Infektionsfälle pro 100.000 Einwohner, innerhalb einer Woche im Bundesschnitt von gut 200 auf über 1.400 fast versiebenfacht. Vor dem Hintergrund anzunehmen, im Juni würde alles wieder ohne Probleme laufen, wäre verantwortungslos gewesen. In den Jahren vor der Pandemie waren bis zu 2.300 Zuschauer gekommen, um sich die Screenings der TV-Saison anzusehen. In diesem Jahr finden die Screenings für registrierte Fachbesucher per Videokonferenz statt. Eine weitere Änderung: Statt wie in Vor-Corona-Zeiten zwei gibt es in diesem Jahr drei Tage Screenforce Days.

Reichweite und Klassentreffen-Gefühl 

Auf das Networking mit den Branchenteilnehmern möchte Hildebrandt allerdings nicht verzichten, deshalb sind flankierende Abend-Events in vier deutschen Großstädten geplant, in Frankfurt (21.Juni), in Düsseldorf (22.Juni) sowie in München und Hamburg, jeweils am 23.Juni. "Wohlwissend, wie wichtig für unsere Branche der persönliche Austausch ist, haben wir uns in diesem Jahr für ein dezentrales und somit überschaubareres Get-Together-Konzept entschieden und vereinen damit das Beste aus beiden Welten: Die größtmögliche Reichweite unserer Screenings verbunden mit dem Klassentreffen-Gefühl, was die Screenforce Days seit jeher ausmacht."

Allerdings macht Hildebrandt, der Anfang 2021 vom Marketing Director zum Geschäftsführer der Screenforce Gestaltungsmarketing GmbH aufstieg, klar, dass ihm die Entscheidung nicht leicht gefallen ist: "Was die Zukunft bringt, werden wir sehen. Grundsätzlich wollen wir zu einem zentralen Live-Screening-Konzept mit Publikum zurück.“

  


Autor: Frank Kemper

ist festes Mitglied der W&V-Schwesterredaktion INTERNET WORLD. Der Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München blickt auf über 30 Jahre Redaktionserfahrung zurück und ist nahezu ebenso lang online. Privat gehört seine Liebe seinem Motorrad und der Fotografie. Außerdem hat er vor einigen Jahren den Verschwörungsthriller „Red Bullet“ veröffentlicht.

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