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E-Sports
JvM Nerd sorgt für Eklat auf Spobis-Bühne

Auf dem Düsseldorfer Sportmarketing-Kongress Spobis legt der Präsident des E-Sports-Clubs Eintracht Spandau einen denkwürdigen Auftritt hin. Verantwortlich sind die Agenturen Jung von Matt Nerd und Instinct 3.

Text: W&V Redaktion

23. September 2022

Einer verliert gleich die Nerven: Präsident Knabe (l.) und Moderator Schlüter auf der Spobis-Bühne.
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Nach rund 20 Minuten gab Spobis-Moderator Alexander Schlüter auf und verließ entnervt die Bühne. Er hatte genug gehört von seinem Interviewpartner, dem Präsidenten des E-Sports-Vereins Eintracht Spandau. Der Club-Boss hatte zuvor mit Aussagen über die Fifa, den DFB oder Uli Hoeneß irritiert – und setzte nun, in Abwesenheit des Moderators, zum Monolog an: "Bei Eintracht Spandau ist es so, dass das Entertainment-Produkt nicht aufhört, wenn das Spiel vorbei ist. Da geht es bei uns gerade erst los!" Besser hätte er das Club-Konzept nicht zusammenfassen können.  

Eintracht Spandau wurde 2021 von den Agenturen Jung von Matt Nerd und Instinct 3 gegründet. Gesicht des Clubs, der in seiner Premierensaison die Vizemeisterschaft in der E-Sports-Liga Prime League holte, ist Maximilian Knabe, der unter dem Namen "Hand Of Blood" als Gaming-Influencer bekannt wurde. Knabe spielt den cholerisch-anachronistische Präsident des Vereins, der für unterhaltsamen Content abseits des Spielbetriebs sorgt - so wie auf dem Spobis.

Und dieser Content kommt gut an bei den Gaming-Fans: Mit 111.000 Youtube-Abonnenten und knapp 87.000 Followern auf Twitch kommt die Eintracht auf eine bemerkenswerte Reichweite. Allein den Spobis-Auftritt verfolgten 2.000 Menschen live auf Twitch. Der Club konnte bereits Sponsoren wie Pringles, Uber Eats oder die Sparkasse gewinnen.

Eigentlich sollte es auf dem Spobis genau um diese Erfolgsstory gehen. Doch Präsident Knabe nutzte die Bühne, um unter anderem die Fifa für ihre "basisdemokratischen Strukturen" zu loben, die es dem kleinen Mann noch ermöglichen würden, mit einem Umschlag voller Geld etwas zu bewegen. Mit Gags wie diesem zog er die anfangs noch skeptischen Kongressbesucher auf seine Seite. Die Lacher im Publikum wurden immer lauter, bis Moderator Schlüter schließlich die Nerven verlor und dabei ebenfalls schauspielerisches Talent bewies.

Hier seht ihr den kompletten Auftritt im Video:

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Autor: Maximilian Flaig

studierte Amerikanistik in München, volontierte bei W&V und schrieb währenddessen auch für die Süddeutsche Zeitung. Der gebürtige Kölner betreut die Themenbereiche Sport, MarTech, Business Model und SEO/SEA.

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