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User-generated Content
Youtube schüttet 6 Milliarden Dollar an die Musikindustrie aus

30 Prozent der Ausschüttungen von Youtube sind auf user-generated Content zurückzuführen. Das macht Youtube zu einer wichtigen Einnahmequelle für die Musikindustrie, in Zukunft soll die Plattform jedoch noch profitabler werden: Youtube möchte der größte Umsatzbringer der Musikbranche werden. 

Text: W&V Redaktion

14. September 2022

Die Nutzeroberfläche von YouTube.
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Schon im letzten Jahr verkündete Youtube eine Ausschüttung von vier Milliarden US-Dollar an die Musikbranche. In den Monaten zwischen Juli 2021 und Juni 2022 hat sich diese Summe weltweit erhöht: auf sechs Milliarden US-Dollar. Dabei sind bereits das zweite Jahr in Folge über 30 Prozent der Auszahlungen auf user-generated Content zurückzuführen, also auf Songwriter:innen und von Nutzer:innen erstellte Inhalte.

Um die finanzielle Unterstützung der Musiker:innen zu gewährleisten, monetarisiert Youtube alle Musikformate auf allen Plattformen in über 100 Ländern. Am Ziel ist die Plattform jedoch noch nicht. "Ich könnte nicht stolzer sein auf den Fortschritt von Youtube, mehr Umsatz zur Musikindustrie zurückzuleiten. Wir konzentrieren uns nach wie vor darauf, der größte Umsatzbringer der Branche zu werden und gleichzeitig ein vernetztes Musikerlebnis über alle Musikformate hinweg für Fans und Künstler:innen zu schaffen", sagt Lyor Cohen, Global Head of Music bei Youtube. "Dabei geht es vor allem darum, das Dabeisein in der Community zu ermöglichen sowie um das Entdecken und Konsumieren von Musik."

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Für das Musikbusiness stellt Youtube damit eine wichtige Stütze dar. Das drücken auch viele Industrievertreter:innen aus. "YouTube ist nach wie vor ein unfassbar guter Ort für die Entdeckung von Musik und bietet den Fans unserer Künstler:innen eine Reise mit allen Funktionen über Inhaltsformate hinweg", sagt Michael Nash, Executive Vice President of Digital Strategy bei der Universal Music Group. "Wir sind stolz auf die Partnerschaft, die wir gemeinsam aufgebaut haben und die zu einem exponentiellen Anstieg der Auszahlungen an Künstler:innen, Songwriter:innen, Labels und das gesamte Musik-Ökosystem geführt hat."

Parallel zum zweigleisigen Umsatzmodell von Youtube bestehend aus Werbeanzeigen auf der einen und Abos auf der anderen Seite zeigen sich tiefgreifende Veränderungen in der Musikbranche. "Die Fans möchten Musik in verschiedenen Formaten entdecken, erleben, daran teilhaben und nur YouTube ermöglicht dies an einem Ort", sagt Lyon Cohen. Wie das möglich ist, zeigt beispielsweise die Veröffentlichung des Songs "Pink Venom" von Blackpink: Die Band begeisterte ihre Fans mit einem Teaser zum Musikvideo, einer Shorts-Challenge, der live gestreamten Premiere des Musikvideos und noch vielem mehr. "Dank der Fan-Interaktionen bei all diesen Formaten war 'Pink Venom' 2022 das Musikvideo mit der besten Performance in den ersten 24 Stunden nach Veröffentlichung und landete auf der ewigen Bestenliste in dieser Kategorie auf Platz drei", so Cohen. 


Autor: Lisa Plank

Lisa Plank hat an der Technischen Universität München Politikwissenschaften studiert. Ihr Volontariat hat sie während des Studiums als Stipendiatin des Institut für Journalistenausbildung der Passauer Neuen Presse absolviert. Weitere Stationen waren die Allgemeinen Zeitung Namibia und das ZDF Auslandsstudio in Paris. Jetzt arbeitet sie als freiberufliche Journalistin und Filmemacherin in München und Windhoek.

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