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Reaktion auf Inflation?
Kooperation: Warum es bei Netto jetzt Flix-Rabatte gibt

Die Lebensmittelbranche reagiert auf die Inflation. Die einen specken ihr Angebot ab, die anderen weiten es branchenübergreifend aus. Netto wagt nun ein Experiment mit Flix.

Text: W&V Redaktion

18. August 2022

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Der Besuch bei den Großeltern in den Ferien, der Familienurlaub am Meer oder der Städtetrip mit der Clique: In Zeiten von Inflation und steigenden Sprit- und Lebenshaltungskosten sind Reisen für viele Menschen mit zu hohen Kosten verbunden. Erst recht, da nun auch das Ende des Tankrabatts und des Neun-Euro-Tickets in Sicht ist. Zwar sind die Auswirkungen der Inflation auf die Reiselust laut einer GfK-Erhebung weniger stark als auf Ausgaben für alltägliche Dinge, insgesamt ist die Discounter-Klientel jedoch überproportional von gestiegenen Lebenshaltungskosten betroffen. Laut Lidl stagniert der Absatz bei so gut wie allen Produkten über 20 Euro unabhängig von der Preiswürdigkeit, weswegen der Discounter sein Non-Food-Sortiment vorübergehen abspecken wird

Branchenfremde Angebotserweiterung: Ein Discounter-Trend? 

Auch Penny und Netto reagieren auf Umsatzrückgänge, gehen jedoch genau den entgegengesetzten Weg und erweitern ihr Angebot, indem sie Produkte aus anderen Branchen integrieren. So gibt es bei Penny nun Musical-Tickets für "Holiday on Ice", perspektivisch auch für weitere Veranstaltungen und Events wie Festivals. Entsprechende Ticketautomaten sind bereits in den Filialen aufgestellt. Netto streckt seine Fühler Richtung Reisebranche aus und partnert nun mit Flix. So gibt es ab dem 22. August bis 28. August 2022 20-Prozent-Rabatt auf die 20-Euro-Guthabenkarten für Flix-Reisen. Kundinnen und Kunden ab 15 Jahre können die rabattierten Gutscheinkarten in allen teilnehmenden Netto-Filialen im Aktionszeitraum erwerben, solange der Vorrat reicht. Gültig und einlösbar ist der Rabattcode drei Jahre bis August 2025 für alle Fahrten im gesamten Flixbus- und Flixtrain-Streckennetz. 

Im Fokus: Menschen mit niedrigerem Einkommen

Angesichts des Endes des Neun-Euro-Tickets ein kluger Zug, Mobilität für Verbraucher:innen gerade jetzt auf andere Weise erschwinglich zu machen. Ein ähnliches Experiment wagte auch Edeka mit seinem "Egal-Wohin"-Ticket. "Gemeinsam mit Flix ermöglichen wir auch Menschen mit einem geringeren Haushaltsbudget das Reisen per Fernbus und Zug. Gleichzeitig ermöglichen wir mit unserer Rabattaktion unseren Kundinnen und Kunden, ihren Alltag noch nachhaltiger zu gestalten", so Christina Stylianou, Leiterin der Netto-Unternehmenskommunikation.

"Mit dem 20-Prozent Rabatt auf die Flix-Guthabenkarte setzen wir gemeinsam mit Netto ein deutliches Zeichen: Nachhaltige Mobilität soll für so viele Menschen wie möglich erschwinglich sein. Jetzt kommen durch die gemeinsame Aktion sicher noch einige Fahrgäste hinzu, die ihren PKW stehenlassen und lieber grün reisen", sagt Sebastian Meyer, Pressesprecher von Flixbus.

Es ist auf der anderen Seite nicht das erste Mal, dass Flix seinen Vertrieb in anderen Branchen ansiedelt. Bereits 2020 startete eine ähnliche Rabattaktion in der Lidl-Plus-App, Ende 2019 gab es Flixbus-Tickets ähnlich wie nun die von Eventim an der Penny-Kasse.

Mehr zum Thema Inflation findet ihr in unserem aktuellen Executive Briefing - exklusiv für W&V Member. Mit spannenden Interviews, Best Cases und Podcasts.

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Autor: Marina Rößer

Marina Rößer hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.

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