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TechTäglich
15 Jahre iPhone: Am Anfang mochte es keiner

Ende Juni 2007 ist in den USA das erste iPhone erschienen. Deutschland musste noch bis November warten. Die Kritiken fielen gemischt aus. Von einer Smartphone-Revolution war damals noch wenig zu spüren.

Text: W&V Redaktion

30. Juni 2022

Steve Jobs und das Gerät, das die Welt veränderte – was 2007 aber noch niemand wusste.
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15 Jahre iPhone: Am Anfang mochte es keiner

Der 9. Januar 2007 gilt gemeinhin als Geburtsstunde des iPhones. An diesem Tag stellte Apple-Gründer Steve Jobs die Mutter aller Smartphones auf der Messe Macworld in San Francisco mit einer bis heute legendären Präsentation vor. Er versprach "drei Geräte – einen Touchscreen-iPod, ein tragbares Internetgerät und ein revolutionäres Telefon". Der Witz daran: Das neue iPhone bot alles in einem. In den Verkauf ging das Apple-Handy in den USA aber erst am 29. Juni 2007, also vor genau 15 Jahren. Deutschland und Europa mussten sogar bis 9. November 2007 warten. Erst dann war das iPhone auch bei uns zu haben – für 399 Euro nur mit Telekom-Vertrag.

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Keine euphorischen Reaktionen

Obwohl das iPhone mit seiner Touchscreen-Bedienung zum erfolgreichsten Technikprodukt der Geschichte wurde, waren die Reaktionen nach der Präsentation und dem Verkaufsstart alles andere als euphorisch – so kann man sich täuschen. Kein Wunder, denn das "iPhone 1" funkte noch mit dem elend langsamen EDGE. UMTS kam erst ein Jahr später, ebenso wie der App Store. BGR fasst jetzt einige Stimmen zusammen, die nicht gerade einen Welterfolg erwarten ließen.

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Das meinten die Experten
  • Padmasree Warrior, Technikchef von Motorola: "Keine der Technologien des iPhones ist revolutionär oder bahnbrechend. Touchscreen, Bewegungssensoren, Beschleunigungsmesser, Morphing, Gestenerkennung, 2-Megapixel-Kamera, MP3-Player, WiFi, Bluetooth sind bereits in Produkten von führenden Unternehmen der Mobilfunkbranche – Motorola, Nokia und Samsung – vorhanden."

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  • Scott Gilbertson vom Magazin Wired: "Einerseits ist es ein wirklich bemerkenswertes Gerät – einfach zu navigieren und zu bedienen – andererseits hat es aber auch einige gravierende Mängel. Ich habe eine Reihe von Anrufen getätigt, und die Klangqualität war sehr unterschiedlich. Sie reichte von einem Echo, das vor zehn Jahren in einer Flasche eingeschlossen war und nun im Ohr wieder geöffnet wurde, bis hin zu einem absolut klaren Klang."
  • Microsoft-CEO Steve Ballmer: "Das iPhone hat keine Tastatur, so dass es für Geschäftskunden nicht attraktiv ist." Besonders amüsant an diesem legendären iPhone-Diss von Ballmer: Der damalige Apple-Marketingchef Phil Schiller sah es ähnlich und kämpfte lange für eine "echte" Tastatur am iPhone. Gut, dass er sich nicht durchgesetzt hat.

Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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