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Apple Watch weckt Trauma-Patienten aus Albträumen

Die Apple Watch ist nicht nur ein Lifestyle-Gadget, sondern sie leistet auch in der Medizin wichtige Dienste. Eine neue App aus den USA lindert jetzt das Schicksal von Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen.

Text: W&V Redaktion

9. November 2022

Eine neue Watch-App hilft Patienten bei posttraumatischen Belastungsstörungen.
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Die Apple Watch hat sich als Gesundheits-Gadget etabliert. Immer wieder überraschend ist, welche weiteren Möglichkeiten sich mit der smarten Uhr auftun.

In den USA hat die Arzneimittelbehörde FDA jetzt eine interessante App freigegeben. "NightWatch" bekämpft posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Die App ist nicht im App Store verfügbar. Sie kann nur auf Rezept beantragt werden.

Gedacht ist sie beispielsweise für Soldaten aus Kriegsgebieten wie Afghanistan oder dem Irak. Viele Militärs kehren nach ihren Einsätzen zurück und leben danach mit wiederkehrenden traumatisierenden Albträumen. Aus diesen Albträumen weckt die Apple Watch sie mit Hilfe von "NightWatch" auf Basis medizinischer Daten.

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Dazu werden Daten vom Herzfrequenzsensor und vom Beschleunigungsmesser der Uhr ausgewertet, um schlimme Träume dann durch Vibrationen zu unterbrechen. Ziel ist es, mit gezielten haptischen Aktionen den Traum zu beenden, die Menschen aber nicht zu komplett zu wecken.

Seit 2015 war die App in der Entwicklung, das Projekt des Ex-Informatikstudenten Tyler Skluzacek basiert auf künstlicher Intelligenz. Er kam auf die Idee, weil sein Vater selbst an PTBS litt.

Um von der App zu profitieren, muss die Uhr die ganze Nacht getragen werden. 400 Patienten haben die Anwendung in den USA mittlerweile im Einsatz.

 

 


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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