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TechTäglich
Apple: Zeitplan für Herbst gerät durcheinander

Heute in TechTäglich: Eigentlich war alles klar! Auch wenn Apple den Release neuer iOS-, iPadOS, macOS-, tvOS- und watchOS-Software für den Herbst ankündigte, war der September als sicherer Start-Termin gesetzt. Nun aber wird die Roadmap durchkreuzt.

Text: W&V Redaktion

5. August 2022

Stop: Tim Cook und sein Team treten auf die Bremse beim iPad.
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Die Roadmap von Apple für 2022 wird durcheinandergewirbelt. Bloomberg zufolge plant Apple, den Starttermin von iPadOS 16 um einen Monat zu verschieben. 

Während iOS 16 immer noch während des üblichen Startfensters im September veröffentlicht werden soll, braucht Apple mehr Zeit, um iPadOS 16 in Bezug auf den Stage Manager zu perfektionieren.

Apple soll nun eine Veröffentlichung von iPadOS 16 "irgendwann im Oktober" anpeilen. Bis dahin wird daran gearbeitet, die neue Multitasking-Funktion zu verbessern.

Warum ist die Sache mit dem Stage Manager so kompliziert? Das Feature ist ein Quantensprung für das Tablet (W&V berichtete). Daher muss alles funktionieren, wenn nicht nur Entwickler – wie aktuell in den Betas – Zugriff auf den Stage Manager haben. Schließlich ist Apple dafür bekannt, keine unfertige Software auf den Markt zu werfen. Dann lieber ein paar Wochen länger basteln...

Apple verspricht für den Stage Manager dann für Oktober:

  • Eine neue Möglichkeit zum Multitasking und um Dinge einfach zu erledigen. Ändere die Größe von Apps, bis sie genau für dich passt. Und sieh dir zum ersten Mal auf dem iPad mehrere über­lappende Apps in einer Ansicht an. 
  • Wechsele ganz einfach mit nur einem Tippen oder einem Klick auf die Maus oder das Trackpad zwischen Apps.
  • Gruppiere Apps nach bestimmten Aufgaben oder Projekten. Du kannst sie in deinem idealen Layout anordnen, die Größe genau anpassen oder sie überlappen lassen.

So sieht der Stage Manager unter iOS 16 aus: Zwei Seiten sind gleichzeitig geöffnet.

Auch bei der MacBook-Produktion läuft es zeitlich nicht perfekt. Apple muss die Zulieferkette jetzt erweitern. Die Corona-Lockdowns in China zeigen auf, dass es gefährlich sein kann, sich zu sehr auf einzelne Zulieferer zu verlassen. Werden die Fabriken dieser Partner geschlossen, gibt es nicht genug Produktionskapazitäten, um die Nachfrage zu decken.

Aus diesem Grund arbeitet Apple daran, mehr Produktionspartner zu finden. Die neue Gewichtung: Quanta fertigt 55 Prozent der MacBook-Linie, Foxconn nur noch 35 Prozent und Wingtech dafür 10 Prozent. Zuletzt war Qanta für 60 Prozent der MacBooks zuständig, Foxconn für 40 Prozent.

Das sind die weiteren Themen in TechTäglich am 5. August 2022:

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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