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TechTäglich
Apple winkt Milliarden-Regen

Heute in TechTäglich: Trotz fallenden Aktien-Kurses kann Apple laut Analysten unbesorgt in die Zukunft blicken. Die Werbeerlöse steigen, die Abo-Angebote boomen – im Paket bedeutet das in den kommenden Jahren Milliarden-Umsätze.

Text: W&V Redaktion

23. Juni 2022

So wie bei der Eröffnung des neuen LA-Apple-Stores jubeln Tim Cook & Co. auch über die finanziellen Prognosen.
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Dem Aktienkurs von Apple geht es nicht gut: Einbruch um 28 Prozent, W&V berichtete. Doch auf Regen folgt Sonne: Erste Analysten sind langfristig wieder positiv gestimmt. Es winken Milliarden-Einnahmen…

Zentrales Vehikel sind dabei die Search Ads im App Store. Mit diesem Werbetool können App-Entwickler ihre Kreationen in der Suchfunktion des Stores höher ranken. Das Angebot wird von immer mehr Entwicklern genutzt. Bis 2025 könnte das Werbefeature Apple jährlich 4,1 Milliarden US-Dollar Umsatz bescheren. Alle Aktivitäten der Firma im Werbesektor könnten dann bis zu 6 Milliarden US-Dollar Umsatz bringen.

Die Differenz könnte laut Analyst Samik Chatterjee dadurch entstehen, dass Apple Drittanbieter-Plattformen erlauben würde, Werbeanzeigen aus dem eigenen Netzwerk zu vervielfältigen. Apple werde jedoch, so die Analysten, kaum intensiv in diese Richtung expandieren.

Der Grund: Das Anti-Tracking-Feature von iOS und die verbundene Verpflichtung, selbst auch kein Tracking einzusetzen. Würde Apple dieser Policy nicht folgen, wären die möglichen Erträge natürlich deutlich höher.

Hat Grund zum Strahlen: Apple-CEO Tim Cook (61).

Der zweite positive langfristige Trend: Die Spiele-Flatrate Apple Arcade und der hauseigene Musikstreamingdienst Apple Music werden bis 2028 zur großen Cash-Cow für den kalifornischen Konzern.

Dazu haben Analysten Apple Arcades Position auf dem Markt näher betrachtet. Der Gaming-Markt wächst stark und die Konkurrenz ist groß. Trotzdem werde Apple Arcade eine hervorragende Stellung einnehmen und dem Konzern viel Geld in die Kasse spülen, schreiben die Analysten von JP Morgan in einer neuen Studie.

Da es sich um ein Abo-Modell handele, kann Apple regelmäßig "sicheres" Geld verdienen. Auch die exklusiven Inhalte wirken sich positiv auf die Bewertungen aus. Der gesamte Gaming-Markt soll laut der JP-Morgan-Studie bis 2028 bis zu 360 Milliarden Dollar stark sein. Die Kategorie Mobile Gaming wird mehr als 50 Prozent ausmachen.

Berechnungen ergaben: Bis zum Jahr 2025 werden 70 Millionen zahlende Kunden bei Apple Arcade erwartet. Der Umsatz steige gemeinsam mit dem Abo-Angebot Apple Music auf über 8 Milliarden Dollar. Zusammen sollen Apple Music und Apple Arcade bis 2028 einen gemeinsamen Abostamm von 180 Millionen Kunden generiert haben. 110 Millionen entfallen dabei auf Apple Music.

Apple gibt zu seinen Diensten überhaupt keine offizielle Auskunft. Weder nennt der Konzern die Zahl der abgeschlossenen Abos, noch die genauen Umsätze der einzelnen Dienste pro Quartal.

Das sind die Themen in TechTäglich am 23. Juni 2022:

Apple winkt Milliarden-Regen

Insta und Snapchat rüsten kräftig auf

Mediamarkt torpediert Amazon Prime Days

Pornhub: CEO tritt nach zehn Jahren zurück

Kate Bush: "Stranger Things" bringt ihr 1 Million im Monat


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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