Anzeige

TechTäglich
Das ist Deutschlands gründerfreundlichste Stadt

Berlin, Hamburg oder München? Welche deutsche Stadt bietet die besten Voraussetzungen, um ein klein- oder mittelständisches Unternehmen zu gründen? Doch Sieger ist keine der ganz großen Städte.

Text: W&V Redaktion

25. Juli 2022

Essen – von den Zechen zu Deutschlands Gründer-Hauptstadt.
Anzeige

Das ist Deutschlands gründerfreundlichste Stadt

Eine aktuelle Studie des Zahlungsdienstleisters Unzer hat untersucht, welche europäischen Städte die besten Voraussetzungen bieten, um ein klein- oder mittelständisches Unternehmen zu gründen, beispielsweise im Tech-Bereich. Das Ergebnis ist ein Ranking der 85 gründerfreundlichsten Städte Europas.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse
  • Paris ist die attraktivste Stadt für Existenzgründer und punktet mit wenig Bürokratie, niedrigen Gebühren und mit liberalen Konditionen bei der Unternehmensführung.
  • Existenzgründung in Deutschland ist vergleichsweise zeitaufwändig, bürokratisch und teuer. Behörden verlangen hierzulande im Schnitt 2.865 Euro für die Registrierung eines neuen Unternehmens. In Paris sind es nur 257 Euro.
  • Essen ist die gründerfreundlichste Stadt Deutschlands. Auf die Ruhrpott-Metropole folgen Düsseldorf (Platz 23), Stuttgart (Platz 27), Duisburg (Platz 32) und Dortmund (Platz 34) als Top 5 der gründerfreundlichsten Städte Deutschlands.

Gründerfreundlichkeit – europaweit liegt Paris vorne.

Zu viel Aufwand für die Buchhaltung

Eine Unternehmensgründung in Deutschland ist demnach relativ hürdenreich. Durchschnittlich acht Tage und 6,5 bürokratische Schritte sind notwendig, um ein neues Unternehmen amtlich registrieren zu lassen. Außerdem verlangen die Behörden im Schnitt Gebühren in Höhe von 2.865 Euro. Der europäische Durchschnitt liegt bei gerade einmal 1.631 Euro. In Slowenien kostet die Anmeldung eines Unternehmens sogar gar nichts. Mit einem Körperschaftsteuersatz von 16 Prozent ist Deutschland dafür relativ unternehmerfreundlich. Dagegen gestaltet sich die Buchhaltung vergleichsweise bürokratisch. Im Schnitt 218 Stunden im Jahr müssen dafür aufgewendet werden. Der europaweite Schnitt liegt bei 195 Stunden.

Das sind die Themen von TechTäglich am 25. Juli 2022:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

Anzeige