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Der Tatortreiniger – jetzt auch als Spiel

Tatortortreiniger Heiko "Schotty" Schotte aka Bjarne Mädel ist eine Fernsehlegende. Von 2011 bis 2018 hat er im NDR geschrubbt. Seine neuen Gaming-Kollegen putzen für die New Yorker Mafia.

Text: W&V Redaktion

17. Oktober 2022

Tatortreiniger Bob und seine Kollegen: Leichen pflastern ihren Weg.
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Der Tatortreiniger – jetzt auch als Spiel

Er war der Fernseh-Putzmann der Nation. Von 2011 bis 2018 wischte sich Bjarne Mädel als "Tatortreiniger" Heiko "Schotty" Schotte in der großartigen NDR-Serie durch die Absteigen und Villen rund um Hamburg. Sein Job war es, nach Gewalttaten Blut und andere Körperflüssigkeiten zu beseitigen. Dabei musste die Chemie stimmen – sowohl beim Putzen als auch beim Plausch mit den oft skurrilen Hinterbliebenen. Nun gibt es eine Art "Tatortreiniger" auch als Spiel: "Serial Cleaners" ist weniger verschroben und lustig als die Fernsehserie. Aber dass es an der Spielkonsole plötzlich nicht mehr um Serienmörder geht, sondern um Serienreiniger, hat trotzdem seinen Charme.

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Die New Yorker Mafia als Auftraggeber

Die Unterschiede zum TV-Tatortreiniger fangen dabei schon beim Auftraggeber an. Während Schotty für die hochseriöse Reinigungsfirma Lausen unterwegs war, putzen Spiele-Kollege Bob und seine drei Kollegen im Auftrag der New Yorker Mafia in den 90er und 2000er Jahren. Das verkompliziert den Job enorm. Denn während sie versuchen, Leichen verschwinden zu lassen und Blut aufzusaugen, muss die Polizei aus dem Spiel bleiben. Deswegen ist "Serial Cleaners" ein klassisches "Schleich"-Spiel, bei dem es darauf ankommt, sich möglichst geschickt und unauffällig zu verhalten.

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Leichenzerteilen mit der Kettensäge

"Serial Cleaners" ist der Nachfolger des fast gleichnamigen Spiels "Serial Cleaner" aus dem Jahr 2017. Seitdem hat das polnische Indiestudio Draw Distance die Grafik kräftig aufgemöbelt und realistischer gestaltet. Der Mafia-Charme der 90er bleibt erhalten, allerdings wird nun zu viert geputzt. Bob ist der Routinier der Truppe. Kollege Psycho versteht sich eher aufs grobe Leichenzerteilen mit der Kettensäge. Lati ist eine ideenreiche Bewegungskünstlerin, und die junge VIP3R hackt jedes Überwachungssystem. Ihr gemeinsames Ziel sorgt für viel Spannung und Abwechslung: Lass dich beim Wischen bloß nicht erwischen! (Für PS, Xbox, Switch, PC / 25 Euro / Ab 16 Jahren)

Das sind die Themen von TechTäglich am 17. Oktober 2022:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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