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Lieferengpässe
Die Gamingbranche wächst deutlich langsamer

Während der Pandemie war die Computerspielebranche eine der großen Gewinner, jetzt hat sich das Wachstum aber deutlich abgeschwächt. Gründe sind unter anderem die Wirtschaftskrise und Lieferengpässe.  

Text: W&V Redaktion

16. August 2022

Das Wachstum im Gamingbereich hat sich verlangsamt.
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Nach dem Boom der ersten Corona-Jahre hat sich das Wachstum der Video- und Computerspielbranche deutlich verlangsamt. Das geht aus Zahlen des Branchenverbands Game und den Marktforschern GfK und Data.ai hervor. Im ersten Halbjahr setzten die Unternehmen der Branche in Deutschland demnach rund 4,55 Milliarden Euro um, etwa zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2021 waren die Umsätze im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2020 dagegen um 22 Prozent gestiegen.
Ein wichtiger Grund für das große Wachstum in den vergangenen Jahren war die Pandemie - Menschen verbrachten viel Zeit zu Hause und gaben entsprechend viel Geld für digitale Zerstreuung wie Spiele aus. Inzwischen machen sich nach Angaben von Game-Geschäftsführer Felix Falk jedoch eher die langfristigen Auswirkungen der Pandemie bemerkbar, etwa Lieferengpässe bei wichtiger Spiele-Hardware. Hinzu komme die allgemeine Eintrübung der wirtschaftlichen Aussichten, die auch auf dem Spielemarkt Spuren hinterlasse. 

In-App-Käufe schwächeln 

Sinkende Umsätze verzeichnen vor allem die Wachstumstreiber vergangener Jahre: Mit sogenannten In-App-Käufen wurden zum Beispiel 1,3 Milliarden Euro umgesetzt, sieben Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch im Hardware-Bereich sanken die Umsätze, von 1,58 Milliarden auf 1,53 Milliarden Euro. Steigende Umsätze verzeichnete die Branche dagegen zum Beispiel bei Abo-Diensten rund um Spiele. Auch die Umsätze mit dem Kauf einzelner Spiele gingen in die Höhe.
Am 23. August beginnt in Köln die Videospielmesse Gamescom. Zum ersten Mal seit 2019 findet der Branchentreff wieder mit Besuchern in den Kölner Messehallen statt. 2020 und 2021 gab es die Messe wegen der Pandemie nur als rein digitale Veranstaltung. (dpa/st)


Autor: W&V Redaktion

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