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TechTäglich
FC Bayern: Neuer E-Sports-Vertrag – ohne Lewandowski

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem virtuellen FC Bayern ohne Robert Lewandowski und mit 15 Jahren iPhone.

Text: W&V Redaktion

30. Juni 2022

Der FC Bayern bleibt Konami beim E-Sport treu – mit Robert Lewandowski am Controller?
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FC Bayern: Neuer E-Sports-Vertrag – ohne Lewandowski

Diese Nachricht sorgt für Wirbel im deutschen Fußball – weit über den E-Sports-Bereich hinaus. Der FC Bayern hat seinen Vertrag mit dem japanischen Entwickler Konami langfristig verlängert. Die Entscheidung kommt durchaus überraschend, weil das Konami-Spiel "eFootball" wegen vieler Mängel und dünnem Inhalt bisher als großer Flop gilt und gegen Marktführer "FIFA" weitgehend chancenlos ist. Deshalb war lange unklar, ob der FC Bayern die Zusammenarbeit fortsetzt – zumal "FIFA" mit Hersteller Electronic Arts offizieller Partner der von der DFL organisierten "Virtual Bundesliga" (VBL) ist. Deshalb nehmen die Bayern bisher nicht an der VBL teil – die allerdings ab 2023 als Pflicht-Wettbewerb für alle Bundesligisten gilt (W&V berichtete).

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Verwunderung auf Twitter

Ob der FC Bayern als Konami-Partner künftig auf eine Ausnahmegenehmigung setzt, um nicht an der VBL teilnehmen zu müssen, ist bisher unklar. FCB-Marketingchef Andreas Jung erklärt zur Verlängerung: "Wir lieben Fußball, und diese Kooperation bietet die optimale Möglichkeit, das Spiel mit unseren Fans auf der ganzen Welt virtuell zu spielen und alle auf diese Art miteinander zu verbinden." Viele Bayern-Fans auf Twitter wundern sich aber über die Verlängerung. Dort heißt es unter anderem: "Finde ich ehrlich gesagt sehr traurig, dass man sein Gesicht für eine Spielereihe hergibt, die mittlerweile absolut am Boden liegt. Sicherlich populärer im asiatischen Raum, aber ist das wirklich sinnvoll?" Der Spiele-Experte Florian Schuller erklärt Hintergründe.

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Wo ist Robert Lewandowski?

Für besonders große Verwunderung sorgt dabei, dass Robert Lewandowski in dem 101-Sekunden-Clip, den der FC Bayern zur Vertragsverlängerung getwittert hat, kein einziges Mal zu sehen ist. Fast alle Top-Stars wie Müller, Sané, Gnabry, Kimmich, Davies oder Musiala dürfen in dem Video virtuelle Tore schießen – nur der polnische Rekord-Torschütze nicht. Nun wird spekuliert, warum. Weil Lewandowski ein eigenes Video-Fußballspiel am Start hat – oder weil der Konami-Clip auch nach einem Wechsel zum FC Barcelona noch funktionieren soll?


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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