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TechTäglich
Google: Ideen für ein Internet, das nicht nervt

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Google-Ideen für ein Netz ohne Stress und mit bezahltem Menstruations-Urlaub.

Text: W&V Redaktion

25. April 2022

Info durch einen sanften Luftzug – eine der Google-Ideen für ein stressfreieres Internet.
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Google: Ideen für ein Internet, das nicht nervt

Google macht sich seit Längerem für ein Internet stark, das seine Nutzer weniger nervt und stresst. Dafür haben die Entwickler des US-Konzerns bereits 2019 fünf Android-Apps in den Play Store gebracht, die die Smartphone-Nutzung reduzieren sollten. So hat "Post Box" E-Mails nur zu bestimmten Zeiten zugestellt – wie ein echter Postbote. Und "Desert Island" hat nur noch die allerwichtigsten Apps auf dem Bildschirm angezeigt. Mittlerweile sind viele dieser Funktionen zum "Digital Detox", zur Smartphone-Entgiftung, systemweit oder als Apps anderer Entwickler für Android und iOS verfügbar. Nun legt Google mit dem Projekt "Little Signals" nach. Hier sollen sechs kleine, simple Geräte die Nutzer sanft über Neuigkeiten informieren – ohne dass das Handy ständig piepst, plärrt, vibriert und einen aus der Arbeit reißt.

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Bauanleitungen zum Download

Die Prototypen, deren recht einfache Bauanleitungen mitsamt Programmcode Google zum Download anbietet, basieren auf der Idee von "Calm Computing" und "Ambient Computing" – also von Technologien, die sich möglichst unauffällig und dezent in unseren Alltag integrieren. Google beschreibt das so: "Die sechs Objekte in dieser Designstudie nutzen verschiedene sensorische Hinweise, um auf subtile Weise Aufmerksamkeit zu signalisieren. Sie halten uns auf dem Laufenden, aber auf sanfte Art, indem sie je nach Bedarf vom Hintergrund in den Vordergrund treten."

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Das sind die sechs Google-Ideen für ein stressfreieres Netz
  • Air macht mit leichtem Luftzug auf Nachrichten aufmerksam – indem es beispielsweise die Blätter von Pflanzen zum Rascheln bringt.
  • Button ist ein smarter Knopf, der sich bei Aktivitäten hebt und senkt. Bei wichtigeren Informationen pulsiert er stärker und macht durch leichte Geräusche auf sich aufmerksam.
  • Movement sieht aus wie ein kleines Spielzeug mit sieben Stäben. Die Höhen, in denen die Stäbe stehen, zeigen an, welche neuen Informationen es gibt, und wie wichtig sie sind.
  • Rhythm ist ein Lautsprecher, der durch verschiedene sanfte Umweltgeräusche auf Nachrichten aufmerksam macht. Durch einfaches Umdrehen lässt er sich stumm schalten.
  • Shadow wirft Schatten zum Beispiel auf den Schreibtisch – deren Größe, Formen und Bewegungen für verschiedene Informationen stehen.
  • Tap klopft mit einer Art Pendel in verschiedenen Stärken auf seine Unterlage – und soll weitaus weniger nerven als der übliche Smartphone-Alarm.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 25. April 2022:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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