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TechTäglich
Kosten für Breitband-Internet: Deutschland 20.

Schnelles Internet bleibt in Deutschland teuer – trotz überschaubarer Geschwindigkeit. Das zeigen jetzt die Daten eines europaweiten Vergleichs. Beim Tempo reicht es für Platz 17 von 31 Ländern.

Text: W&V Redaktion

14. April 2022

Die Preise für Breitband-Internet sind in Europa extrem unterschiedlich.
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Kosten für Breitband-Internet: Deutschland auf Platz 20

Wie gut (oder schlecht) stehen Deutschland und andere europäische Länder da, wenn es um Tempo und Kosten von Breitband-Internetanschlüssen geht? Die österreichische Zeitung Standard wollte es jetzt genauer wissen – und hat dafür die Daten des Vergleichsportals cable.co.uk mit großem Aufwand aufbereitet. Die britischen Analysen zeigen jährlich die durchschnittlichen Bandbreiten und Preise in zahlreichen Ländern auf Basis von Geschwindigkeitstests und von Preislisten. Bei den Ergebnissen, die die Österreicher zur Weiterverarbeitung auch als Google-Doc anbieten, liegt Deutschland in allen Bereichen bestenfalls im Mittelfeld der 31 aufgeführten Länder.

In Polen am günstigsten, in Deutschland am teuersten – die Top 20 der Breitband-Preise in Europa.

Beim Download-Tempo auf Platz 17

Bei der durchschnittlichen Download-Bandbreite kommt Deutschland mit 61 Megabit pro Sekunde auf Platz 17 zwischen Portugal und Litauen. Spitzenreiter Luxemburg schafft 108 Mbit/s und liegt damit knapp vor den Niederlanden und Ungarn, die mit Abstand die Top 3 bilden. Bei den Kosten fürs Breitband-Internet schaut es mit Platz 20 noch etwas schlechter aus. In Deutschland zahlen Kunden für einen 50-Mbit-Anschluss im Schnitt 17 Euro im Monat, bei Spitzenreiter Polen nur 1,50 Euro.

Polen als Internet-Preis-Europameister

Minimal besser wird die Bilanz, wenn Kaufkraft und Gehälter herangezogen werden, die in Deutschland höher sind als in vielen anderen europäischen Ländern. Auch hier liegt zwar Polen vorn. Beim Internet-Preis-Europameister geben die Nutzer nur 0,22 Prozent ihres Monatseinkommens für einen 50-Mbit-Anschluss aus. In Deutschland sind es 0,87 Prozent – was Platz 16 bedeutet. Beim besonders teuren Schlusslicht Slowenien müssen die Nutzer dafür satte 3,37 Prozent ihres Gehalts investieren.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 14. April 2022:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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