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TechTäglich
Threema: Messenger sagt sich von Google los

Heute in TechTäglich: Fallback "unmöglich"! Der Schweizer Messenger Threema will mit noch mehr Sicherheit punkten und bietet seine Anwendung nun "Google-frei" an. Dabei ist der Code quelloffen. Geladen wird in einem alternativen App Store.

Text: W&V Redaktion

9. August 2022

Das Logo des Schweizer Messengers Threema.
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Datenkrake abschütteln: Der Schweizer Messenger Threema (für iOS und Android erhältlich) hat die letzten Bande zu Google mit einer neuen Variante seiner App gekappt.

Threema wirbt unter dem Motto "Ihr Privatleben ist wertvoll. Bezahlen Sie nicht mit Ihren Daten" um Kunden – W&V berichtete. Jüngst wurde bereits Threema Push eingeführt. Damit lässt sich der Messenger uneingeschränkt ohne Googles Push-Dienst nutzen.

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Jetzt haben die Entwickler mit Threema Libre eine Anwendung für Android-User vorgelegt, die nicht in Googles Ökosystem eintauchen wollen. Die App wird auch nicht im Google Play Store vertrieben und sie kommt ohne die Anbindung an Google Play-Dienste aus. Ein Fallback ist laut Threema "unmöglich".

Threema Libre kann über den alternativen App Store F-Droid geladen werden. Laut den Machern wird keine einzige proprietäre Bibliothek von anderen Entwicklern verwendet. Der Code ist quelloffen und "lässt sich als Ganzes vollständig durchleuchten".

User können all ihre Daten aus der ursprünglichen Threema-App über ein Backup in der neuen Anwendung wieder einspielen. Zur Nutzung wird eine Lizenz benötigt, die für 4,99 Euro im Threema-Shop erworben werden kann. Erforderlich ist das Hinzufügen von Threemas F-Droid-Repository. Wie das geht, erklärt Threema hier.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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