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TechTäglich
Top-Kopfhörer: Sony besser als Apple?

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem Giganten-Duell in Sachen Kopfhörer und mit dem neuen DeLorean.

Text: W&V Redaktion

31. Mai 2022

Links Sony, rechts Apple – welcher Edel-Kopfhörer liegt vorne?
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Top-Kopfhörer: Sony besser als Apple?

Seit Sony 2017 den Over-Ear-Kopfhörer MDR-1000X mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) gestartet hat, sind die Japaner auf diesem Sektor weit vorne mit dabei. Mit dem WH-1000XM5 für 419 Euro ist gerade die fünfte Generation dieser Baureihe erschienen. Einer der Hauptgegner sind die AirPods Max von Ende 2020, für die Apple offiziell immer noch 612,70 Euro verlangt, die im Handel aber längst um die 470 Euro zu haben sind. Beim Preis hat Sony also die Nase vorn – und bei der Technik teilweise auch, wenn es nach den ersten Tests geht, die jetzt erschienen sind. Golem lobt: "Sony hat mit dem WH-1000XM5 den besten ANC-Kopfhörer am Markt entwickelt." CNN ergänzt nach dem Vergleich mit den AirPods Max: "Der WH-1000XM5 ist der beste Kopfhörer für die große Mehrheit der Nutzer."

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Sony vs. Apple – die wichtigsten Infos aus den Tests
  • Geräuschunterdrückung: Mit acht statt wie bisher vier Mikrofonen, die Außengeräusche registrieren, sorgt der Sony im Idealfall fast für komplette Stille. Wind ist kaum mehr zu vernehmen, und Telefonate funktionieren praktisch störungsfrei. Das alles klappt auch bei Apple gut – aber beim neuen Sony offenbar noch ein bisschen besser.
  • Klang: Hier liegt der Sony laut Golem auf dem exzellenten Niveau der AirPods Max. Entscheidender Unterschied: Obwohl Apple selbst für "Lossless Audio" wirbt, funktioniert der verlustfreie CD-Sound auf den AirPods Max nicht. Der WH-1000XM5 kann dagegen hochauflösende Musik abspielen – sowohl drahtlos als auch mit Kabel und Klinkenstecker.

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  • Komfortfunktionen: Hier bietet Sony mehr als Apple und andere Konkurrenten. Mit "Speak to Chat" aktiviert sich der Transparenzmodus automatisch, wenn der Nutzer beginnt, zu sprechen. Dann sind ungefilterte Gespräche möglich. Und mit der neuen "Adaptive Sound Control", die auf Orts- und Bewegungsdaten zurückgreift, passt sich die Geräuschunterdrückung des WH-1000XM5 automatisch an die Umgebung an. Wer im Zug sitzt, hört nichts von seiner Umwelt. Beim Verlassen des Zuges werden die Außengeräusche dann wieder durchgelassen.
  • Tragekomfort: Der neue Sony passt sich beim Aufsetzen sofort der Kopfform an, trotzdem drückt er laut Golem etwas stärker auf die Ohren als der Vorgänger. Da tragen sich die AirPods angenehmer. Allerdings wiegt der WH-1000XM5 nur 250 Gramm, die AirPods Max dagegen 385 Gramm. Das spürt der Träger mit der Zeit.
  • Sonstiges: Der WH-1000XM5 riecht laut Golem "unangenehm nach Chemie" – und das wochenlang. Zudem lässt er sich leider nicht mehr so kompakt zusammenfalten wie der Vorgänger. Das ist bei den AirPods Max aber auch nicht besser. Der Sony läuft 30 Stunden mit einer Akkuladung (Apple: 20) und lädt schneller. Und er kommt mit einer vernünftigen Tasche – im Gegensatz zu Apples schon oft verspotteten Verlegenheitslösung.
  • Fazit: Der WH-1000XM5 bietet so viele clevere Funktionen, dass er laut der Tester sogar für Apple-Fans eine verlockende Alternative ist. AppleInsider zieht dieses Fazit: "Apple-Nutzer, die genug Geld übrig haben, werden sich wahrscheinlich auf die AirPods Max stürzen. Aber Sony bietet eine überzeugende Alternative. Die Tatsache, dass die Kopfhörer von Sony Hi-Resolution Audio wiedergeben können, wird jeden Audiophilen überzeugen." Wer auf die allerneueste Technik verzichten kann, findet den ebenfalls erstklassigen Sony-Vorgänger WH-1000XM4 jetzt schon um die 290 Euro. Und auch bei den AirPods Max dürfte 2022 ein Nachfolger ins Haus stehen.

Das sind die Themen von TechTäglich am 31. Mai 2022:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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