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TechTäglich
Wau! Der smarte Hunde-Haufen ist da

Gut, dass künstliche Intelligenz keinen Geruchssinn hat, soweit man weiß. Denn ein neues System macht sich mit maschinellem Lernen auf die Suche nach den anrüchigen Hinterlassenschaften von Hunden.

Text: W&V Redaktion

31. Mai 2022

Hund mit typischer Körperhaltung bei einer geschäftlichen Angelegenheit.
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Wau! Der smarte Hunde-Haufen ist da

Nun wird auch der Hunde-Haufen smart – beziehungsweise die Technik, um ihn aufzuspüren. Dafür sorgt der US-Youtube-Tüftler Caleb Olson. Er hat aus einer Überwachungskamera und einem Laser eine Vorrichtung gebaut, die ihn vor den "Tretminen" warnt, die seine Corgi-Dame Twinky im Garten hinterlässt. Dafür hat Olson künstliche Intelligenz so trainiert, dass sie die übliche "Geschäftsstellung" mit gebückter Haltung und starr ausgestrecktem Schweif erkennt, die Twinky bei ihrer "Entleerung" einnimmt. Diese Position kennt jeder Hundebesitzer. Nun schafft das auch die Software, wie das Video von Caleb Olson zeigt.

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Noch nicht tauglich fürs Gassigehen

Sobald Twinkys Herrchen danach den Garten betritt, markiert eine bewegliche Laser-Apparatur exakt die "kritische" Stelle, die auch auf einer App abzulesen ist. Dann kann Caleb Olson zur Entsorgung schreiten und muss keine Angst mehr haben, dass ihm das Betreten seines Gartens nachträglich "stinkt". Das funktioniert auch mit mehreren Haufen, die der Hund womöglich hinterlassen hat. Wie der Standard berichtet, weiß der Entwickler selbst, dass sein Hunde-Haufen-Detektor etwas "overengineered" ist – dass also viel Technik dazu verwendet wurde, um ein relativ simples Problem zu lösen. Und fürs Gassigehen taugt der "AI Poop Detector" mangels dort vorhandener Kamera auch noch nicht. Wer die Technik weiterentwickeln will: Der Quellcode (mit "de" am Ende...) steht auf Github parat.

Das sind die Themen von TechTäglich am 31. Mai 2022:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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