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International
Burger-Krieg beendet: PETA verschenkt den McPlant

Der neue Fleischlos-Burger von McDonald's könnte laut PETA Millionen von Kühen das Leben retten. Deshalb werben die Tierschützer jetzt sogar für den McPlant und verschenken ihn in den USA.

Text: W&V Redaktion

22. April 2022

Kuh-le Aktion: PETA schließt Frieden mit McDonald’s und verschenkt den McPlant.
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Der "Burger-Krieg" zwischen PETA und McDonald's ist legendär. Die Tierschutz-Organisation protestiert seit Jahren gegen den Burgerbrater und dessen Fleischklopse. Dabei kommt es immer wieder zu Protestkundgebungen vor den Restaurants. Doch nun kooperieren die Erzrivalen erstmals. PETA ist mit dem neuen Pflanzenburger von McDonald's so zufrieden, dass die Aktivisten Tausende von McPlant in Kalifornien und Texas aufgekauft und vor McDonald's-Lokalen verschenkt haben. Darüber berichtet Bloomberg.

"Wenn McDonald’s den McPlant in den ganzen USA anbietet, wird das Millionen von Tieren das Leben retten. Das ist schlussendlich unser Ziel. Und wenn die Leute davon erfahren, wird das dem Verkauf helfen", sagt PETA-Koordinator Marley Delgado.

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Vegetarisch, aber nicht vegan

Motto der PETA-Aktion: "Kühe lieben den McPlant. Und Du wirst ihn auch lieben." Der fleischlose Burger ist auch in Österreich schon zu haben, aber noch nicht in Deutschland. Bei ihm besteht das Patty, das zusammen mit den Fleischersatz-Spezialisten von Beyond Meat entwickelt wurde, unter anderem aus Erbsenprotein, Reis und Kartoffeln. Laut Beyond Meat und zur Freude von PETA verursacht das etwa 90 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als ein Viertelpfund Rindfleisch-Patty. Außerdem erfordert die Produktion deutlich weniger Wasser, Land und Energie. Mit Käse und Mayo ist der neue Burger allerdings nicht vegan.

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Schmeckt sogar

Bisher soll der McPlant in den ersten US-Bundesstaaten, in denen er angeboten wird, noch kein großer Erfolg sein. Laut Business Insider verkaufen die meisten Restaurants nur rund 20 Stück pro Tag, statt der erhofften 40 bis 60 Fleischlos-Burger. Und das, obwohl er mit 5,39 Dollar ähnlich viel kostet wie ein Big Mac – und obwohl er laut Stephanie Nieves, die für BI probegegessen hat, durchaus schmeckt: "Je mehr ich abgebissen habe, desto mehr wurde mir klar, dass der Geschmack des Burgers eigentlich aus der Kombination von Käse, Brötchen und Gewürzen kommt – und nicht aus dem Patty. Ich habe das Rindfleisch von McDonald’s überhaupt nicht vermisst."


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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