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International
Heinz bringt Klamotten mit Ketchup-Fleck

Das Ketchup auf der eigenen Kleidung soll vom Schandfleck zum Kultfleck werden. Deshalb verkauft Heinz jetzt gebrauchte Markenklamotten mit Fleck – als Zeichen für mehr Nachhaltigkeit.

Text: W&V Redaktion

31. August 2022

Der Fleck ist nicht unappetitlich, sondern Kult – findet Heinz Ketchup.
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Ketchup-Flecken auf den Klamotten sind peinlich – und das Hemd oder das Shirt müssen dann möglichst schnell in die Waschmaschine. Sonst geht der Fleck vielleicht nie mehr weg. Doch Heinz will den Schandfleck jetzt zum Kultfleck machen. Zusammen mit dem Second-Hand-Spezialisten ThredUp verkauft die Kraft-Tochter gebrauchte Marken- und Designer-Kleidung, die ganz bewusst mit Ketchup vollgesabbert wurde. Der perfekte Fleck ist gekommen, um zu bleiben. Er soll der Generation Z ein Zeichen für Nachhaltigkeit geben und zeigen, dass auch nicht mehr ganz astreine Kleidung schön sein kann. Motto im Promo-Video: "Essensflecken auf Kleidung gibt es überall. Aber das Original kommt von Heinz."

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Einnahmen für den Kampf gegen Hunger

100 Prozent der Einnahmen des "Heinz Vintage Drip" gehen an die Non-Profit-Organisation "Rise Against Hunger", die weltweit gegen den Hunger kämpft. In der ersten Kollektion bieten Heinz und ThredUp 157 befleckte Einzelstücke an – eine Anspielung auf die klassischen 57 Sorten von Heinz. Die geschlechtsneutralen und größenmäßig inklusiven Teile stammen von Marken wie Champion, Adidas, Burberry oder Levi’s. Die Preise reichen von 9,99 Dollar für ein Top vom Billig-Chinesen Shein bis zu 1.010 Dollar für einen Sweater von Louis Vuitton. Eine zweite Kollektion folgt laut MarketingDive am 13. September.

Ein Fleck als Statement

Von Heinz-Sprecherin Alyssa Cicero heißt es dazu: "Während Heinz weltweit für seine ikonische Glasflasche, das Logo und den langsam fließenden Ketchup bekannt ist, sahen wir die Gelegenheit, den Fleck, den wir auf der Kleidung hinterlassen, als ein weiteres ikonisches Markensymbol zu betrachten – und die Geschichte von einem Fleck zu einem Statement zu machen."


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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