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Müllproblem
XXXLutz kooperiert mit "Too Good To Go"

Jahr für Jahr landen allein in Deutschland 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Nun kooperiert die Möbelkette XXXLutz mit "Too Good To Go", um den Müllberg der hauseigenen Restaurant zu beseitigen.

Text: W&V Redaktion

30. September 2022

Die XXXLutz Einrichtungshäuser starten ab sofort eine bundesweite Kooperation mit der App Too Good To Go.
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Es ist furchtbar: Etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland pro Jahr in der Mülltonne, global gesehen wird mehr als ein Drittel aller produzierten Lebensmittel weggeworfen. Den Kampf gegen diese Lebensmittelverschwendung hat die App "Too Good To Go" schon vor längerer Zeit aufgenommen – und das mit Erfolg. 50 Millionen Mahlzeiten rettete die Plattform in den ersten fünf Jahren seit der Gründung gemeinsam mit den Partnern vor dem Mülleimer – und zu diesen Partnern zählt jetzt auch die Möbelkette XXXLutz. Die Kooperation funktioniert so: Nach Download der kostenlosen Too Good To Go-App wählen die User das nächstgelegene XXXLutz-Restaurant aus und reservieren und bezahlen die gewünschte Essensportion. Der Inhalt der bestellten Tüte hängt davon ab, was an diesem Tag im Restaurant der Möbelkette übriggeblieben ist. Es kann sich bei den Lebensmitteln laut XXXLutz um Backwaren handeln oder auch um verschiedenste warme Gerichte.

Too Good To Go Geschäftsführer Wolfgang Hennen: "Wir freuen uns sehr, XXXLutz mit an Bord zu haben. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass wertvolle Lebensmittel doch noch verwertet werden. Ein tolles Zeichen für unsere Umwelt!" 

Bares Geld gespart 

Preislich sollen die Tüten bei etwa einem Drittel des ursprünglichen Verkaufspreises bewegen. XXXLutz gibt zwar an, ohnehin nie einen großen Lebensmittelschwund gehabt zu haben, doch nun hofft Andreas Haderer, Geschäftsführer der XXXLutz-Gastronomie, "auf einen Schwund gegen Null". Insgesamt 49 Restaurants betreibt die Möbelkette in Deutschland und vor "allem an stark frequentierten Tagen" könne wegen der vielen vorproduzierten Speisen "etwas übrigbleiben". "Dann", so Haderer, "sind wir froh, die Lebensmittel direkt am Abend abgeben zu können."   

Bleibt zu hoffen, dass die XXXLutz-Tüten inhaltlich besser ausfallen als jene, die Lidl unlängst für drei Euro an die Kundschaft verhökerte. Denn dort, so war zu hören, fand sich in den 3-Euo-Rettertüten teilweise "schimmlige Paprika, matschiger Salat und ne ganz weiche Gurke". Doch andererseits handelte es sich dabei auch nicht um Too Good To Go-Tüten, sondern um eine "Eigenkreation" von Lidl.   


Autor: Stefan Schasche

In über 20 Jahren als Redakteur hat Stefan Schasche für diverse Zeitschriften über alles geschrieben, was Mikrochips oder Li-Ion-Akkus unter der Haube hat. Vor seiner Zeit bei der W&V schrieb er für das Schwestermagazin Kontakter über Kampagnen, Programmatic Advertising und internationale Werbethemen. 

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