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International
Klarna-Gründer stiftet Nobelpreis für Zukunftsprobleme

Es gibt Nobelpreise für Literatur, Medizin oder den Frieden – aber nicht für die Lösung globaler Menschheitsprobleme. Klarna-Mitgründer Niklas Adalberth stiftet jetzt einen solchen Preis, auf den auch Elon Musk hoffen darf.

Text: W&V Redaktion

16. August 2022

Niklas Adalberth hat auf Milliarden verzichtet – und will helfen, die Probleme der Menschheit zu lösen.
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Niklas Adalberth war 2005 einer der drei Gründer des Finanzdienstleisters Klarna, der zwischenzeitlich mit knapp 46 Milliarden Dollar bewertet wurde. Heute könnte der 40-jährige Schwede ebenso wie seine beiden Mitgründer Milliardär sein. Doch er stieg bereits 2015 bei Klarna aus, um die Nonprofit-Organisation Norrsken Foundation zu gründen, die weltweit soziales Unternehmertum unterstützt. Hier hat Adalberth mittlerweile über 80 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen eingebracht. Nun stiftet Norrsken eine Art Nobelpreis für die großen heutigen und künftigen Probleme der Menschheit. Die neue Rangliste "Impact100" zeichnet jedes Jahr 100 Unternehmen aus, die clevere Lösungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Medizin entwickeln.

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Auch Elon Musk ist nominiert

Basis von "Impact100" ist die erschreckende Tatsache, dass weltweit weniger als ein Prozent des Kapitals in Firmen investiert ist, die sich mit diesen Problemen beschäftigen. Die neue Auszeichnung soll engagierte Unternehmer fördern und ermutigen. "Viele dieser Firmen werden es nicht schaffen, aber so ist das nun mal. Aber was ist, wenn sie erfolgreich sind?", heißt es in der Ankündigung von Norrsken. Die Liste der Nominierten, an deren Auswahl auch Stiftungsvertreter von BMW oder Bayer vertreten waren, ist jetzt erschienen. Darauf steht neben zahlreichen bisher kaum bekannten, aber um so vielversprechenderen Firmen, auch Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX – für seine Starlink-Satelliten, die Internet in bisher unterversorgte Gebiete bringen. Motto der Auszeichnung, über die TechCrunch berichtet: "100 Ideen, die eine Milliarde Leben verändern können."


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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