Anzeige

Nur noch 32 Stunden
Arbeitsmarkt: Beschäftigte wollen kürzere Arbeitszeiten

Die überwältigende Mehrheit der Beschäftigten wünscht sich eine Verringerung der Arbeitszeit. Besonders groß ist der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten bei der jüngeren Personengruppe zwischen 18 und 29.

Text: W&V Redaktion

11. August 2022

Die Menschen im Deutschland wünschen sich kürzere Arbeitszeiten.
Anzeige

Wie der aktuelle Blue- und Grey-Collar-Report der Jobplattform Joblift zeigt, wünschen sich 72 Prozent von 1500 befragten Beschäftigten kürze Arbeitszeiten. Die 40-Stunden-Woche solle, so die Befragten, durch Arbeitszeiten zwischen 32 und 36 Stunden ersetzt werden. Vor allem die jüngere Personengruppe zwischen 18 und 29 Jahren wünscht sich kürzere Arbeitswochen: Dort plädieren sogar 77 Prozent für eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitsstunden. Insgesamt arbeiten allerdings 68 Prozent der befragten Personen länger als die gewünschten 32 bis 36 Stunden, bei der jüngeren Gruppe sind es sogar 73 Prozent.     

Schlechte Arbeitszeiten sind nicht selten Grund für einen Jobwechsel. Von den befragten 1500 Personen kann sich derzeit mehr als jeder Dritte einen Wechsel vorstellen, für über ein Viertel davon sind die schlechten Arbeitszeiten der Hintergrund. Kaum Probleme haben die Studienteilnehmer dagegen mit Schichten oder Arbeit an Wochenenden: Schichtarbeit würden 73 Prozent in Betracht ziehen, Nachtarbeit sogar 79 Prozent. Für die Arbeit an Wochenenden können sich immerhin 59 Prozent erwärmen. Wichtige (85 Prozent) oder gar entscheidende (50 Prozent) Voraussetzung für beides sind entsprechende Zuschläge. Zudem sehen 86 Prozent Zuschläge bei Überstunden als absolut notwendig an.  

Lukas Erlebach, CEO von Joblift zu den Ergebnissen der Studie: "Wir alle sind derzeit Zeuge eines Arbeitskräftemangels, der weite Teile unseres Alltaglebens beeinflusst – sei es am Flughafen, in der Gastronomie oder in der Pflege. Das bedeutet, Arbeitgeber, die in dieser Gemengelage, neues Personal suchen, sollten Kandidatenwünsche im Blick haben. Neue Arbeitszeitmodelle wie eine Vier-Tage-Woche oder flexiblere Kernarbeitszeiten sind nur einige Beispiele, die in Zukunft sicher eine größere Rolle spielen, wenn Unternehmen attraktiv für zunehmend anspruchsvolle Talente bleiben wollen.“


Autor: Stefan Schasche

In über 20 Jahren als Redakteur hat Stefan Schasche für diverse Zeitschriften über alles geschrieben, was Mikrochips oder Li-Ion-Akkus unter der Haube hat. Vor seiner Zeit bei der W&V schrieb er für das Schwestermagazin Kontakter über Kampagnen, Programmatic Advertising und internationale Werbethemen. 

Anzeige