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Enreach-Befragung
Jüngere Generation ist im Homeoffice unzufrieden

Ein großer Teil der Menschen in Deutschland arbeitet im Homeoffice. Vor allem die jüngere Generation unter 35 Jahren hat damit allerdings so ihre Probleme, wie eine Befragung von Enreach und Yougov zeigt.  

Text: W&V Redaktion

2. August 2022

Fast ein Viertel der Menschen in Deutschland arbeitet im Homeoffice.
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Nach aktuellen Angaben des statistischen Bundesamtes arbeitete 2021 nahezu ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland zumindest teilweise im Homeoffice. Doch während die älteren Beschäftigten damit meist gut zurechtkommen, sieht es bei der jüngeren Generation bis 35 ganz anders aus. Schenkt man nämlich einer aktuellen Befragung von Enreach und Yougov Glauben, fühlen sich 29 Prozent der 18- bis 34-jährigen im Homeoffice isolierter und 41 Prozent fällt es schwer, nach Feierabend abzuschalten. Was für die Arbeitgeber vermutlich schwerer wiegt: nur 32 Prozent der 18- bis 34-jährigen gaben an, im Homeoffice produktiver zu sein als im Büro und nur 37 Prozent sind daheim zufriedener. Dem stehen die älteren gegenüber, von denen 45 Prozent angaben, im Homeoffice produktiver zu sein. Sogar 46 Prozent der befragten Personen ab 35 Jahren sind daheim zufriedener als im Büro. 

Digitale Lösungen sind gefragt 

Wie nun lässt sich die Arbeit im Homeoffice verbessern und damit die Zufriedenheit steigern? Für Enreach, einem Hersteller von Unified-Communications- und Cloud-Contact-Center-Lösungen, sind fehlende oder mangelhafte Tools für die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit den Kollegen eines der Hauptprobleme. "Wenn Lösungen nicht funktionieren oder wichtige Anwendungen im Homeoffice nicht zur Verfügung stehen, sind Nutzer natürlich frustriert und weniger produktiv. Zusätzlich sorgen das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen, häufige Unterbrechungen und eine Informationsflut durch die Vielzahl eingehender Nachrichten auf unterschiedlichen Kommunikationswegen für Stress," sagt Enreach Geschäftsführer Dr. Ralf Ebbinghaus. Unternehmen müssten daher bei der Auswahl von Lösungen für den digitalen Arbeitsplatz genau hinschauen. Schließlich solle die Technologie unterstützen, nicht ablenken oder überfordern, damit sie sowohl die Prozesse des Unternehmens als auch das Wohlbefinden der Mitarbeitenden verbessert, so Ebbinghaus weiter. 

Eingesetzte Tools oft nicht ausreichend 

Generell sind laut Ebbinghaus vor allem die jüngeren Beschäftigten unzufrieden mit den aktuell zur Verfügung stehenden Tools. "Das zeigt, wie viel es in Unternehmen im Hinblick auf eine adäquate technische Ausstattung noch zu tun gibt. Gerade die nachrückende Generation erwartet in ihrem Arbeitsalltag digitale Hilfsmittel, die das Leben leichter machen, und die Bedeutung dieses heute schon wichtigen Aspekts wird im War for Talents noch weiter steigen,“ so Ebbinghaus. Und schließlich ist es wichtig, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Umgang mit den digitalen Lösungen zu unterstützen und klare Regeln zu schaffen. Dazu gehört eine Erreichbarkeit zu fest gelegten Zeiten und nicht "rund um die Uhr". Für die Untersuchung hat Yougov im Auftrag von Enreach 2000 Personen in Deutschland befragt.  


Autor: Stefan Schasche

In über 20 Jahren als Redakteur hat Stefan Schasche für diverse Zeitschriften über alles geschrieben, was Mikrochips oder Li-Ion-Akkus unter der Haube hat. Vor seiner Zeit bei der W&V schrieb er für das Schwestermagazin Kontakter über Kampagnen, Programmatic Advertising und internationale Werbethemen. 

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