Anzeige

Künstliche Intelligenz hübscht alte Fotos auf
Ausprobiert: So clever ist der neue Photoshop-Filter

Es gibt gute und schlechte Nachrichten für Nutzer von Photoshop. Während die künstliche Intelligenz zum Restaurieren von Fotos immer besser wird, fallen diverse Pantone-Farbpaletten weg.

Text: W&V Redaktion

31. Oktober 2022

Neues Leben für alte Fotos – dank künstlicher Intelligenz.
Anzeige

Adobe nimmt’s – und Adobe gibt’s. Der US-Grafikspezialist entfernt im November mehrere Pantone-Farbpaletten aus Photoshop. Hintergrund, so Golem, ist ein neues Lizenzmodell von Pantone, durch das Adobe für erweiterte Farbpaletten zusätzliche Gebühren zahlen müsste. Das bedeutet nicht nur, dass künftig nur mehr drei Pantone-Paletten in Photoshop zur Verfügung stehen. Auch ältere Dokumente, die mit den betroffenen Paletten erstellt wurden, zeigen unter Umständen nur noch schwarze Flächen. Der Unmut in den sozialen Medien ist groß. Der Grafiker Ian Anderson twittert: "Adobe-Designern stehen lustige Zeiten bevor."

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Alte Fotos, schön wie neu

Es gibt aber auch gute Nachrichten von der Photoshop-Front. Adobe arbeitet weiter an den neuralen Fotofiltern, die in aktuellen Versionen des Programms enthalten sind. Die neue Funktion "Bildwiederherstellung", die jetzt als 800 MB große Beta zum Testen in Photoshop 24.0 zur Verfügung steht, restauriert alte Fotos dank künstlicher Intelligenz mit erstaunlicher Qualität. Als Optionen stehen aktuell "Fotoverbesserung", "Gesicht verbessern" und "Kratzerreduzierung" nebst einigen Feineinstellungen zur Verfügung. Solche Filter gibt es zwar auch bisher schon – aber sie erfordern meist Know-how und Zeit. Der W&V-Test hat gezeigt, dass der neue Neural-Filter von Photoshop aber auch schon mit den Voreinstellungen Top-Ergebnisse liefert. Das Magazin Techradar schreibt in seiner Review: "Mir ist die Kinnlade ununterbrochen runtergeklappt." Der Filter eignet sich auch, um aktuelle Fotos aufzuhübschen.


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

Anzeige